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Mit Innovationen in Richtung Zukunft der Versicherungsbranche: Die Wirtschaft Köln blickte hinter die Kulissen

Mit Innovationen in Richtung Zukunft: Neue Wege in der Versicherungsbranche wagen - copyright: AXA
Mit Innovationen in Richtung Zukunft: Neue Wege in der Versicherungsbranche wagen
copyright: AXA

Im Gewerbegebiet Köln-Mülheim, unweit des E-Werks, arbeitet ein zehnköpfiges Team mit neuen Ansätzen an der Zukunft der Versicherungsbranche. Das ehemalige Fabrikgebäude, versteckt in einem großen Hinterhof, wirkt wie die Bürogemeinschaft eines aufstrebenden Start-ups.

Albert Dahmen, Leiter der 2015 gegründeten Innovationseinheit „AXA Transactional Business“, führt durch die gläsernen Räumlichkeiten. Tischkicker, IKEA-Möbel und stylishe Designobjekte erinnern ein wenig an eine moderne Studenten-WG. Dazu offene Besprechungszimmer, Flipcharts, ein kleiner Garten, große Bildschirme und Computer. Schnell wird klar: Kommunikation und das soziale Miteinander scheinen hier das A und O zu sein. Auffallend ist ein rechteckiger Kasten mit Ziffern wie an einer alten Bahnhofsanzeige. Klackernd springt die Zahl plötzlich auf die nächsthöhere Nummer um.

Neue Wege in der Versicherungsbranche wagen

Albert Dahmen, Leiter „AXA Transactional Business“ - copyright: Die Wirtschaft Köln / Alex Weis
Albert Dahmen, Leiter „AXA Transactional Business“
copyright: Die Wirtschaft Köln / Alex Weis

„Mit ,Transactional Business‘ entwickeln wir unser Geschäftsmodell der Versicherung so weiter, dass es veränderten Kundenerwartungen an Convenience, digitale Kommunikation und Interaktion noch besser Rechnung trägt. Im unabhängigen Team entwickeln wir innovative Lösungen, die über das klassische Versicherungsgeschäft deutlich hinausgehen“, so Albert Dahmen. Die kleine agile Einheit arbeitet mit Methoden wie „Design Thinking“ daran, auf neuen Wegen zukünftige Geschäftsansätze der Versicherungsbranche zu finden. Die Begleit-App WayGuard etwa zeigt, wie zukunftsfähige, am Kundenbedürfnis ausgerichtete Versicherungsservices aussehen können.

Kommunikation und das soziale Miteinander scheinen hier das A und O zu sein. - copyright: AXA
Kommunikation und das soziale Miteinander scheinen bei der  Innovationseinheit „AXA Transactional Business“ das A und O zu sein.
copyright: AXA

Viele kennen das mulmige Gefühl, wenn das eigene Kind oder man selbst alleine unterwegs ist. In solchen Fällen ist WayGuard als virtueller Begleiter auf dem Smartphone dabei und sorgt für Sicherheit und das gute Gefühl, nicht allein zu sein. Die kostenlose App kennt die genaue Position des Users und übermittelt diese in Echtzeit verschlüsselt und datenschutzkonform an eine zertifizierte, rund um die Uhr erreichbare Leitstelle. Im Ernstfall wird z. B. der Notruf zur Polizeileitstelle weitergeleitet, die durch WayGuard den genauen Standort kennt und ohne Zeitverlust Hilfe leisten kann. Wenn gewünscht, kann sich der User über die App auch mit einem privaten Begleiter aus dem Freundes- oder Familienkreis verbinden, der den genauen Aufenthaltsort ebenfalls sieht. Mit ihm kann der User zusätzlich chatten oder telefonieren. Ist er am Ziel angekommen, wird der Begleiter direkt darüber benachrichtigt.

Der Erfolg kann sich sehen lassen

Ein klackernder Kasten zeigt die aktuellen Installtionen der WayGuard-App an. - copyright: Die Wirtschaft Köln / Alex Weis
Ein klackernder Kasten zeigt die aktuellen Installationen der WayGuard-App an.
copyright: Die Wirtschaft Köln / Alex Weis

Der Versicherer konnte seit Einführung der App im Oktober 2016 bereits mehr als 60.000 Anwender gewinnen (Stand Juni 2017). Jetzt ergibt auch der klackernde Kasten einen Sinn. Dieser zeigt die aktuellen Registrierungen für den WayGuard an. Lädt jemand die App herunter, springt die Anzeige in Mülheim für alle sichtbar auf die nächste Stelle. Aber nicht nur die „sichtbaren“ Registrierungszahlen sprechen für sich. Im April wurde der Kölner Versicherer als Finalist beim Deutschen Innovationspreis in München für WayGuard auf großer Bühne geehrt. Aufgrund ihrer Innovationshöhe, Marktchancen, Markterfolg und ihres Bezugs zum Standort Deutschland darf sich AXA zu den drei innovativsten deutschen Großunternehmen zählen.

„Unser Unternehmen fragt sich, wie wir es schaffen können, Relevanz im Alltag unserer Kunden zu erlangen. Wir wollen mehr sein als ein Versicherer und möchten nicht nur im Falle eines Schadens präsent sein. Auch im Alltag wollen wir als verlässlicher Partner wahrgenommen werden. Dazu gehört es auch, auf Kundenerwartungen und externe Ereignisse flexibel reagieren zu können“, erklärt Dahmen. „Innovation wird bei uns nicht nur durch das Management getrieben, sondern auch durch unsere Teams gelebt.“

Albert Dahmen: „Innovation wird bei uns nicht nur durch das Management getrieben, sondern auch durch unsere Teams gelebt.“ - copyright: Die Wirtschaft Köln / Alex Weis
Albert Dahmen: „Innovation wird bei uns nicht nur durch das Management getrieben, sondern auch durch unsere Teams gelebt.“
copyright: Die Wirtschaft Köln / Alex Weis

Das zeigt sich auch bei den Zukunftsplänen des Versicherers, der auf gleich mehrere Innovationseinheiten setzt. Neben Transactional Business gibt es seit 2014 den Innovation Campus. Dieser unterstützt und investiert gezielt in Start-ups und vernetzt sich aktiv mit der deutschen Gründerszene. Hinzu kam im April in Köln – nach Paris und Singapur – das weltweit dritte Data Innovation Lab. In diesen Innovationszentren feilt man an der Versicherung der Zukunft und versteht sich als Begegnungsfläche, in der unternehmensübergreifend Ideen ausgetauscht werden können.

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