10. Kölner WeihnachtsCircus

Diese wahrhaft spektakuläre Zirkus-Show verzaubert Köln zur Weihnachtszeit

by Diana Pohl
Show-Bilder

Seit seiner rauschenden Gala-Premiere erweist sich das Jubiläums-Gastspiel zum zehnjährigen Bestehen des Kölner Weihnachtscircus in der Tat noch schöner und noch überraschender, als in den Jahren zuvor. Inmitten des blau-weißen Zirkuszelt unter der Zoobrücke entfaltet sich ein Gesamtkunstwerk aus schier unglaublichen Darbietungen, aus perfekter Akrobatik und artistischen Höchstleistungen, berührender Poesie und anmutigen Tanzeinlagen, aus umwerfender Komik und mitreißendem Humor. Kleine und große Zuschauer sind gleichermaßen berührt und begeistert.

Mehr als 60 international preisgekrönte Künstler aus der Spitzenklasse der aktuellen Zirkusszene bieten rund zweieinhalb Stunden entspannte Unterhaltung und pures Vergnügen für die ganze Familie. Einer der Stars des aktuellen Programms dessen einzelne Darbietungen durch anmutige Auftritte eines Show-Balletts in stets wechselnden Kostümen umrahmt werden, ist der aus Neuseeland stammende Spaßmacher und Clown Frazer Hooper, der mehrfach auftritt und stets das Publikum mit einbezieht. Mal drängelt er sich mit einem überdimensionalen Rucksack durch die Zuschauerreihen, mal trägt er gemeinsam mit dem Publikum einen riesigen Weltkugel-Ballon auf den Händen. Dann lässt er Kinder hinter einer ferngesteuerten Ente herlaufen und animiert Erwachsen zu einem äußerst lustigen Boxkampf. Für Lacher bei Groß und Klein sorgt auch Konstantin Muraviev als „The Fat Man“ mit seinem Rhönrad. Publikumsliebling der Kinder ist jedoch Hunde-Dresseur Leonid Beljakov mit seinem Boxer Klitschko, der passend zu einem Song der Höhner („Nein, heute nicht“) wenig Interesse an irgendwelchen Kunststückchen zeigt.

Vor allem jedoch überzeugt der Weihnachtscircus durch seine wirklich herausragenden Artisten. Absoluter Hingucker ist das aus China angereiste Duo Butterfly dass seine Handstand-Akrobatik, bei der durchaus auch mal die Frau den tragenden Part übernimmt, erstmals außerhalb des Heimatlandes präsentiert: Körperbeherrschung, Anmut, Tanzkunst, Beweglichkeit und ein perfektes Timing. Ebenfalls aus China stammt die größte Artisten-Gruppe des Programms, die Truppe Zunay, die mit einer atemberaubenden Abfolge von Saltos und Schrauben, Stunts und menschlichen Katapulten die Gesetze der Schwerkraft herausfordert. Zudem zeigt die Gruppe eine beeindruckende Jonglage mit großen und schweren Porzellan-Töpfen, die teils auf dem Kopf balanciert werden.

Schlag auf Schlag folgen international gefeierte Darbietungen. Das Duo Daylight überzeugt mit einer waghalsigen Akrobatik an den Strapaten, Chuan-Ho aus Taiwan lässt in irrwitzigem Tempo die Diabolos durch die Luft fliegen und Hula-Hoop-Könner Anton Monastyrsky macht seinem Spitznamen als „Herr der Ringe“ alle Ehre. Nach vielen Jahren beim Cirque du Soleil und beim Zirkus Knie sind die Crystal Sisters in Köln zu bewundern. Die Zwillingsschwestern Marina und Svetlana jonglieren in einer perfekt aufeinander abgestimmten Choreografie fliegende und glitzernde Teppiche parallel mit Händen und Füßen. Da gibt es Jubelstürme im Publikum. Zu Recht.

Der Kölner Weihnachtscircus gastiert noch bis zum 4. Januar im blau-weißen Zelt auf dem Messeparkplatz unterhalb der Zoobrücke in Deutz. Weitere Informationen gibt’s auf: www.koelner-weihnachtscircus.de

Bildquellen

  • Show-Bilder: @blickausloeser

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