Das Joint Venture von Quantum Immobilien und Proximus Real Estate führt ein attraktives Revitalisierungsprojekt namens Central Cross aus. Das Hochhaus ist in Top-Innenstadtlage am Friesenplatz in Köln. Moderne Büro- und Einzelhandelsflächen sind geplant, die Fertigstellung soll dieses Jahr erfolgen. Das Projekt hat auch die nachhaltige Stadtentwicklung Kölns mit im Blick.
Am Hohenzollernring 62 steht die 60er-Jahre-Immobilie schon seit Jahren im Leerstand. Das Hochhaus war bis 2022/2023 als Büro- und Einzelhandelsfläche in Verwendung. Quantum Immobilien, mit einem Sitz u. a. in Köln, sowie Proximus Real Estate mit dem Hauptsitz am Hohenzollernring in Köln, entschieden sich für eine Modernisierung des Gebäudes. Die Baugenehmigung wurde 2023 erteilt. Das meiste der Bestandsstruktur soll erhalten bleiben, das Gebäude wird derzeit entkernt und umfassend energetisch sowie technisch saniert. Eine Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB) ist angestrebt. Die geplante Nutzung besteht hauptsächlich in Büro- und Geschäftsflächen, zudem Einzelhandel.
Durchdachte Ausarbeitung
Den Zuschlag für die Entwürfe zur Revitalisierung bekam kadawittfeldarchitektur, ein renommiertes Architekturbüro mit Hauptsitz in Aachen und einer Niederlassung u. a. in Köln. Die Bruttogrundfläche beträgt rund 17.000 Quadratmeter. Das Hochhaus soll von zehn auf elf Geschosse plus Dachterrasse aufgestockt werden. Die Fassade soll mit einer gläsernen Doppelfassade versehen werden. Erhöhte Schallschutzbestrebungen sollen für ruhige Innenraumbedingungen sorgen. Ein begrünter Innenhof und Terrassen sollen als Treffpunkt im Freien dienen. Gleichzeitig sollen das Mikroklima, die Feinstaubbindung, die Kühlung des Umfelds und die Biodiversität gefördert werden.
Eine begrünte sogenannte Green Wall ist geplant. Ein Bike-Park mit ca. 220 Fahrradstellplätzen soll direkt angeschlossen werden. Mit der Fahrradstraße am Hohenzollernring und der auch sonstigen sehr guten Anbindung an den ÖPNV sind gute Mobilitätsaspekte gegeben. Die hohen Ziele bei der Nachhaltigkeit möchte das Joint Venture u. a. mit einem Mix aus Fotovoltaik, Abwärmenutzung und der modernen Gebäudehülle erreichen. So könne man sich unabhängiger von Energieversorgern machen, die CO2-Emissionen reduzieren und Betriebskosten sparen.
Die hochattraktive Innenstadtlage soll u. a. auch auf einer repräsentativen Dachterrasse genossen werden können. Ein Panorama-Office mit exklusivem Zugang zu dieser eröffnet diesen Genuss des 360-Grad-Blicks auf die Stadt Köln und den Kölner Dom.
Das Erdgeschoss ist – auf ca. 1089 Quadratmetern – für Einzelhandel und Gastronomie vorgesehen, das erste Untergeschoss für Stellplätze, das zweite Untergeschoss für Lagerräume.
Die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant. Die Bayerische Landesbank habe dem Joint Venture einen hohen zweistelligen Millionenbetrag für das Revitalisierungsprojekt zur Verfügung gestellt. Bemerkenswert ist die bereits bestehende Vollvermietung der 11.400 Quadratmeter Büroflächen. Der Einzug soll bei Herbst 2027 liegen.
Über die Partner
Die unabhängige Quantum Immobilien AG wurde 1999 gegründet, innerstädtische Redevelopments und auch Neubauprojekte sind das Hauptmetier, sowohl als Joint Venture als auch mit eigenen Projekten. Proximus Real Estate ist unabhängig und eigentümergeführt; neben Investment und Asset Management für Dritte agiert das Unternehmen als Immobilieninvestor und Projektentwickler. Revitalisierungsprojekte, wie das Central Cross, sind typisch für Proximus.
(Karoline Sielski)
