Jubiläumsvorstellung vom 28. November 2025 bis zum 4. Januar 2026 im blau-weißen Palast-Zelt an der Zoobrücke

Runder Geburtstag für den Kölner Weihnachtscircus

by Diana Pohl
  • 60 Artist:innen aus der ganzen Welt
  • Neue Vision von „Zirkus“
  • Chinesisches Duo feiert Europa-Premiere

Mit der nunmehr bereits zehnten Auflage gastiert der Kölner Weihnachtscircus vom 28. November 2025 bis zum 4. Januar 2026 im blau-weißen Palast-Zelt auf dem Deutzer Messeparkplatz unter der Zoobrücke. Das Jubiläums-Gastspiel soll noch schöner und überraschender werden als in den vergangenen Jahren, in denen sich eine stetig wachsende Anzahl großer und kleiner Circusfans aus Köln und der gesamten Region von dem spektakulären Programm mitreißen und begeistern ließen. Alleine im Vorjahr waren mehr als 95 000 Besucher:innen bei diesem „Familienfest des Jahres“ dabei.

Der Kölner Weihnachtscircus steht für ein Gesamterlebnis, in dem Können, Emotionen und Staunen sich miteinander verbinden. Die Show ist als sorgfältig komponiertes Kunstwerk aufgebaut, in dem atemberaubende Akrobatik, anmutiger Tanz, berührende Poesie und feiner Humor harmonisch ineinandergreifen.

Für die Jubiläumsausgabe wurde ein brandneues und hochkarätiges Programm mit mehr als
60 international ausgezeichneten Artist:innen aus aller Welt zusammengestellt. Das Ergebnis ist eine einzigartige, 120-minütige Show voller Spannung, Leidenschaft und purer Magie. Diese Produktion unterscheidend sich besonders durch ihren filmischen Ansatz: Drei große, fabelhaft choreografierte Szenen verschmelzen und werden zu einem intensiven Erlebnis, das alle Sinne berührt und das Publikum in eine andere Welt entführt.

Mehrfach ausgezeichneter Clown aus Neuseeland

Einer der Stars des neuen Programms ist der aus Neuseeland stammende Clown Fraser Hooper, dessen Bildnis derzeit alle Werbeplakate des Circus ziert und der erstmals in einem europäischen Weihnachtscircus auftreten wird.

Er hat sich im Vorjahr bereits eine Show angesehen und sich ausführlich mit den damaligen Stargästen, den Fumagalli-Clowns, ausgetauscht. „Sie haben mir erklärt, dass Köln die Circushauptstadt Deutschlands sei – vielleicht sogar Europas“, sagt Hooper. „Auch ich habe sofort gespürt: Hier herrscht eine unglaubliche Energie. Das Publikum ist einfach fantastisch und die Atmosphäre ist unglaublich herzlich. Ich freue mich riesig darauf, gemeinsam mit dem Publikum hier in Köln etwas Unvergessliches zu schaffen.“

Mit rund 35 Jahren Erfahrung als Pantomime, Komiker, Jongleur und Einradfahrer hat Hooper einen einzigartigen Stil der zeitgenössischen Clownerie entwickelt und sein Publikum bisher bereits in mehr als 40 Ländern begeistert. Dabei hat er diverse Preise und Auszeichnungen gewonnen. In seiner ebenso komischen wie witzigen Show bindet er immer wieder einzelne Zuschauer und unterhält das Publikum mit einer Stunt-Ente, einem menschlichen Fisch, exzentrischen Tänzen und mit dem wohl albernsten Boxkampf, den man jemals gesehen hat. Ein herrlich absurdes Ereignis, dem man nun auch in Köln schon entgegenfiebern kann.

Faszinierende Antipoden-Stars

Jahrzehntelange Erfahrungen in den Manegen dieser Welt haben auch die Crystal Sisters, hochdekorierte Antipoden-Akrobatinnen, vorzuweisen. Die 47 Jahre alten Zwillingsschwestern Marina und Svetlana Tsodikovi aus Minsk faszinieren ihr Publikum mit einer perfekten Kombination aus Körperbeherrschung und Sinnlichkeit. Sie stammen aus einer renommierten Zirkusfamilie und machen ihrer Herkunft mit der atemberaubenden Jonglage mit bunten Tüchern auf Händen und Füßen alle Ehre.

Beide tourten jahrelang mit dem Who is Who des internationalen Circus: dem Cirque du Soleil, dem Circus Knie und dem Circus Roncalli. Im Weihnachtscircus glänzen sie nun – im wahrsten Sinne des Wortes. Ihre Swarovski-Kostüme – jedes mit über 4.000 Kristallen besetzt – lassen die Darbietungen wie einen glitzernden Traum zu einem wahrhaft funkelnden Meisterwerk erstrahlen.

Doch die wahre Magie ihrer Nummer liegt in der Stille, im Timing, in der Präzision und in der liebevollen Zusammenarbeit dieser beiden Schwestern, die einander blind vertrauen. Sie zeigen eine moderne, theatralische Interpretation der klassischen Fußjonglage: ein eindrucksvolles und anmutiges Ballett aus Balance und Körperkraft.

Große Jonglage-Kunst und traumhafte Circuspoesie

Den weiten Weg aus China nimmt die Truppe Zunay für ihre Deutschland-Premiere auf sich und überzeugt mit gleich zwei spektakulären Acts.

Mit dem „Pot Juggling“ stellen diese Artist:innen eine alte Circuskunstform ihrer chinesischen Heimat vor. Dabei balancieren sie schwere Porzellan-Töpfe mit meisterhafter Körperbeherrschung auf dem Kopf – und zeigen dabei gleichermaßen komplexe wie beeindruckende Jongliertricks. Eine selten gesehene Darbietung, die garantiert für Staunen sorgt. Ebenso sicher ihre „Ikarische Spiele“ genannte Sprungakrobatik. Dabei begeistern sie mit einer fesselnden Abfolge von Stunts, menschlichen Katapulten und Saltos, die die Schwerkraft herausfordern. Ein sensationelles Highlight aus dem Fernen Osten.

So auch das Duo Butterfly, das als einer der anspruchsvollsten Acts gilt, die in diesem Jahr in Europa zu sehen sein werden. Zum ersten Mal treten sie mit ihrer Nummer aus akrobatischer Präzision und Tanzkunst in einer atemberaubenden Choreografie außerhalb Chinas auf. Circuspoesie auf höchstem Niveau – und das exklusiv für den Kölner Weihnachtscircus.

Rhönrad trifft auf den Herrn der Ringe, Vierbeiner auf Luftakrobatik

Für weitere Höchstleistungen sorgen: Genia Tykhonkov, ein ehemaliger Tänzer, als Pole-Artist hoch in der Zirkuskuppel an Gurt oder Tuch, das Duo Daylight (Anna und Evgenii) mit fesselnder Luftakrobatik an den Strapaten und einer tempogeladenen Rollschuh-Show, die Gruppe um Mostafa Danguir mit dem doppelten Todes-Rad oder Konstantin Mouraviev mit seiner ebenso imponierenden wie witzigen Rhönrad-Show. Er verbindet eine hochkonzentrierte, sportliche Leistung mit einer gewaltigen Portion Comedy. Ganz ohne Worte erzählt er die schier unglaubliche Geschichte des Mannes, der zunächst ganz dick ist und dann so schlank wird wie ein Muskelmann, dem er nacheifert – bis zum Abschluss das dicke Ende kommt.

Dazu gibt es ein Wiedersehen mit zwei Publikumslieblingen aus vergangenen Gastspielen. So mit Anton Monastyrsky, der international als „Herr der Ringe“ gefeiert wird, und mit ebenso viel Präzision wie Eleganz mehrere Reifen um Arme, Beine und Hüften kreisen lässt. Der in vierter Generation aus einer russischen Zirkusfamilie stammende Artist wurde für seine mitreißende Hula-Hoop-ähnliche Nummer beim Zirkus-Festival in Monte Carlo ausgezeichnet.

Mit dynamischer Choreografie und rasanter Musik erhält seine Kunst eine völlig neue Dimension. Vor allem den Kindern im Publikum hat es Leonid Beljakov mit seiner lustigen und berührenden Hunde-Show angetan. Natürlich hate er wieder neue und spannende Tricks mit seinen Vierbeinern einstudiert und sorgt für jede Menge Spaß auf allen Seiten. Ein tierisches Highlight, das nicht nur Hundeliebhaber verzückt – ein wahrhaft tierisches Circusvergnügen.

Markus Köllner – Das vertraute Gesicht des Kölner Weihnachtscircus

Seit nunmehr zehn Jahren ist Markus Köllner eine feste Größe und ein unverzichtbarer Bestandteil des Kölner Weihnachtscircus. Als charismatischer Sprecher und Gastgeber versteht er es wie kaum ein anderer, das Publikum in Köln zu begeistern sowie eine herzliche Verbindung zwischen Artist:innen und Zuschauer:innen herzustellen.

Mit seinem unvergleichlichen Talent schafft er es, jede Vorstellung zu einem unvergesslichen Erlebnis gleichermaßen für das Publikum wie für die Künstler:innen zu machen. Dass Markus seine Rolle so überzeugend ausfüllt, ist kein Zufall: Er stammt selbst aus einer renommierten Zirkusfamilie und steht seit vielen Jahren als Artist auf der Bühne. Noch heute tritt er weltweit mit spektakulären Darbietungen auf, unter anderem im legendären „Rad des Todes“. Mit seiner offenen, warmen Art ist Markus das allen vertraute Gesicht im Kölner Weihnachtscircus.

Musikkompositionen und Kostümkreationen

Zu den Leistungen der Artist:innen gehört alle Jahre wieder das passende Ambiente. Und so sind die Vorstellungen des Kölner Weihnachtscircus bekannt für ihre aufwendige und beeindruckende Präsentation mit einer herausragenden Lichtshow sowie energiegeladenen Ballett- und Tanzszenen. Dafür werden nicht nur alljährlich zahlreiche neue Kostüme entworfen, sondern auch diverse Musikstücke eigens für die jeweiligen Nummern und Szenen komponiert. Alles in allem wird es zum Jubiläum eine grandiose Show für die ganze Familie geben, auf die man sich jetzt schon freuen kann. Einfach perfekt für einen Familienausflug, einen besonderen Abend mit Freunden oder eine unvergessliche Firmenfeier.

Wie in den Vorjahren wird es auch diesmal wieder die beliebten Partner-Tage geben – ausgewählte Vorstellungen, bei denen zwei Tickets zum Preis von einem erhältlich sind.

Weitere Informationen auf: www.koelner-weihnachtscircus.de

Tickets ab 19,50 Euro: https://koelner-weihnachtscircus.de/showzeiten-und-tickets/

Clown Fraser

„Wir öffnen den Vorhang in eine andere Welt“

Seit nunmehr zehn Jahren prägt der Kölner Weihnachtscircus die festliche Jahreszeit in der Domstadt – mit Magie, Emotionen und unvergesslichen Momenten. Im Interview sprechen Katja und Ilja Smitt über ihre Leidenschaft, die größten Herausforderungen der vergangenen Jahre und darüber, wie sie es immer wieder schaffen, das Publikum mit einer einzigartigen Mischung aus Poesie, Humor und spektakulären Darbietungen zu verzaubern.

Katja stammt aus einer der berühmtesten russischen Circus-Familien und kam als Schleuderbrett-Artistin Ende 1991 mit einer Tournee des Russischen Staatszirkus in die Niederlande. Dort lernte sie Ilja kennen, Sohn eines circusbegeisterten Journalisten, der selbst in der Fernsehbranche tätig war. Und sie blieb. Drei Jahre später wurde geheiratet. Heute lebt das Ehepaar mit seinen beiden Kindern in der Nähe von Amsterdam.

Wie kommt man als Holländer auf die Idee, in Köln einen Weihnachtscircus aufzuziehen?

Ilja Smitt: Das ist eine längere Geschichte. Auf verschiedene europäische Projekte folge ab 1999 der Weihnachtscircus in Den Haag, bei dem auch die königliche Familie regelmäßig zu Besuch war. Doch 2014 hatten wir dort das Maximum erreicht und suchten nach etwas Neuem. Wir konnten damals zwischen Hamburg und Köln wählen; beides Großstädte, in denen man wachsen kann. Aufgrund unserer bisherigen Verbindungen und großartigen Partner fiel die Wahl auf Köln.

Haben Sie diese Entscheidung jemals bereut?

Ilja Smitt: Nie! Das Kölner Publikum hat uns von Anfang an herzlich auf- und angenommen. Dieser Weihnachtscircus war als ein langfristiges Projekt angelegt, in das wir Jahr um Jahr viel investiert haben. Im letzten Jahr kamen mehr als 95.000 große und kleine Besucher in unser blau-weißes Zelt. Wir wachsen jedes Jahr ein Stück und sind stolz, dass wir inzwischen viele Stammgäste haben. Unsere Hauptzielgruppe sind zwar Familien mit Kindern, aber es kommen auch immer mehr Gruppen und Firmen.

Wie ist Ihr Kontakt zu den Kölnern?

Ilja Smitt: Sowohl geschäftlich als auch persönlich ist mein Kontakt zu den Kölnern sehr gut. Im letzten Jahr haben wir den Menschen zum ersten Mal unsere Vision gezeigt. Sie traf mitten ins Herz und stieß auf große Wertschätzung. Maßgeschneiderte Perfektion ist der Leitfaden des Kreativ-Teams hinter dem Kölner Weihnachtscircus. Es ist eine besondere Freude und Ehre, in Köln und Umgebung ein hochwertiges Kulturprodukt zu verwirklichen.

Sie haben also ein Zuhause in Köln gefunden. Was ist die Philosophie Ihres Erfolgs?

Ilja Smitt: Wir verwandeln den Circus in eine echte Erlebniswelt, in der Magie, Poesie und Humor im Mittelpunkt stehen. Bei uns kann man staunen und genießen und sich wirklich zu Hause fühlen.

Die Künstler kommen aus der ganzen Welt. Wie werden sie ausgesucht?

Ilja Smitt: Über die Jahre hat sich der Kölner Weihnachtscircus in der weltweiten Zirkusszene einen äußerst guten Ruf erarbeitet. Wir sind in unserer Branche sehr angesehen. Heute kommen viele auch international gefragte Künstler auf uns zu und wollen bei uns auftreten. Aber das entscheidet dann weitgehend meine Frau als Kreativ-Direktorin. Sie hat eine eigene Philosophie, die in einem perfekt zusammengestellten Programm ihren Ausdruck findet.

Katja Smitt: Stimmt. Für die Auswahl der auftretenden Künstler sowie die Choreographie und Zusammenstellung der gesamten Show bin ich zuständig. In unserem Programm vereinen wir verschiedene Nationalitäten und Kulturen, die nicht nur Freude, Spaß und Liebe ausstrahlen, sondern dies auch dem Publikum vermitteln. Wir streben nach Authentizität und arbeiten aus unserem Herzen sowie unseren eigenen Stärken heraus. Außerdem legen wir gemeinsam mit einem Spezialisten-Team die Messlatte bei allem, was wir tun, extrem hoch. Für uns ist das Wichtigste, dass die Show qualitativ hochwertig ist und die Künstler das höchste Niveau haben. Da bin ich sehr wählerisch.

Ist der Kölner Weihnachtscircus also auf dem Weg zu einem Gesamtkunstwerk?

Katja Smitt: So kann man das schon sehen. Basierend auf unseren Erfahrungen und sich vertiefenden Einsichten haben wir eine eigene Vision entwickelt: Wir haben den einstmaligen „Zirkus“ in eine Erlebniswelt umgewandelt. Dabei ist nicht ein einzelner Künstler oder eine bestimmte Darbietung entscheidend, unsere Show wird nur gemeinsam zum Erfolg.

Ilja Smitt: Unsere Produktionen sind eine filmische Gesamtinszenierung. Mit einem Zusammenspiel aus Ballett, mitreisender Musik und maßgeschneiderten Kostümen. Unsere Künstler zeigen in einer einzigartigen Choreografie Tricks, die wirklich überraschen. Wir erschaffen Elemente, die – aufeinander abgestimmt – eine Symbiose bilden. Das macht uns einzigartig.

Wir öffnen den Vorhang in eine andere Welt, die die Menschen weder kannten und noch wussten, dass sie sie vermissen. Unser Anspruch ist es, dass wir uns jedes Jahr selbst übertreffen!

Bildquellen

  • Clown Fraser: blickausloeser x publiccologne
  • CrystalSisters: Veranstalter

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