Stadt Köln ordnet Verwaltung neu

Dezernate werden neu aufgeteilt, Stellen neu besetzt

by Redaktion
In der Kölner Verwaltung stehen strukturelle und personelle Veränderungen anBildquelle Alex Weis

In den nächsten Jahren wird es in der Kölner Stadtverwaltung einige massive Veränderungen geben. Auch die Stadt Köln befindet sich im Wandel. Dies haben die Fraktionen in ihrer Sitzung im April beschlossen. Die derzeitigen Dezernate werden teilweise neu geordnet, ein Dezernat fällt im Jahr 2028 sogar weg. Neben der Neuordnung werden zudem auch einige Stellen, wie die des Stadtdirektors, neu besetzt. Und auch über das Thema Haushalt wurde beraten.

Zurzeit besteht die Kölner Stadtspitze aus neun Dezernaten plus das des Oberbürgermeisters. Am 23. April 2026 verständigten sich die drei größten Ratsfraktionen, bestehend aus der CDU, den Grünen und der SPD, nach zähen Verhandlungen da-
rauf, die derzeit bestehende Verwaltungsstruktur der Stadt neu zu ordnen. Die Aufgabenbereiche der Dezernate sollen neu aufgeteilt werden, um, so die Stadt, Zuständigkeiten klarer zu bündeln und vorhandene Ressourcen zielgerichteter einsetzen zu können. Die Umstrukturierung wird dabei in zwei Schritten erfolgen.

Neues Dezernat für Sicherheit, Ordnung und Recht

Beginnen soll die Neuordnung noch in diesem Jahr mit der Neuschaffung des Dezernates IX „Sicherheit, Ordnung und Recht“. Das Ziel ist es hierbei, alle Bereiche rund um die Sicherheit wie das Amt für öffentliche Ordnung, das Ausländeramt, die Berufsfeuerwehr sowie das Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen zentral unter einem Dach zu bündeln.
Mit Schaffung des neuen Dezernates IX fällt das bisherige weg und die bisher dort ansässigen Bereiche Stadtentwicklung, Wirtschaft und Regionales werden dem Dezernat VI „Planen und Bauen“ zugeordnet, der Bereich Digitalisierung dem Dezernat I, welches dann die Aufgabenbereiche „Allgemeine Verwaltung, Personal und Digitalisierung“ innehat. Im Dezernat VI wird zudem eine neue Funktion eingerichtet, nämlich die des „Stadtbaumeisters“.

Ab 2028 nur noch acht Dezernate

Oberbürgermeister Torsten Burmesters Ziel war es, bereits jetzt eines der Dezernate wegfallen zu lassen. Dafür erhielt er jedoch nicht die erforderliche Mehrheit. Und so soll zwar im zweiten Schritt der Umstrukturierung ein Dezernat wegfallen, nämlich das Dezernat V „Soziales, Gesundheit und Wohnen“, allerdings geschieht dies nun erst im Jahr 2028, wenn der aktuelle Gesundheitsdezernent Harald Rau in den Ruhestand geht. Dessen Bereiche werden dann auf zwei vorhandene Dezernate aufgeteilt. Soziales und Wohnen gehen zum entsprechenden Zeitpunkt in das Dezernat IV über und der Bereich Gesundheit fällt in den Aufgabenbereich des neuen Dezernates IX, welches dann in Dezernat V „Sicherheit, Ordnung, Recht und Gesundheit“ umbenannt wird.

Auch personelle Änderungen stehen an

Neben dem Umbau der Verwaltungsstruktur wird es auch personelle Veränderungen geben. So scheidet der derzeitige Baudezernent Markus Greitemann noch im Jahr 2026, nach Ende seiner Amtszeit, aus. Die Nachfolge soll voraussichtlich Andree Haack, bisheriger Dezernent für Stadtentwicklung, antreten. Stadtdirektorin Andrea Blome geht Ende Juni in den Ruhestand. Ihren Posten wird auf Vorschlag der Grünen, dem sich die anderen Parteien anschließen wollen, voraussichtlich die bisherige Stadtkämmerin Dörte Diemert übernehmen. Für das Amt von Harald Rau, der im Jahr 2028 ebenfalls in den Ruhestand geht, ist der derzeitige Schul- und Sportdezernent Robert Voigtsberger im Gespräch.

Doppelhaushalt für 2027 und 2028 geplant

Neben der Neuordnung der Stadtverwaltung stand auch das Thema Haushalt auf der Tagesordnung. Klar ist, dass die finanzielle Lage der Domstadt nach wie vor äußerst angespannt ist. Nun haben sich die drei Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU und SPD, die über eine deutliche Mehrheit im Stadtrat verfügen, darauf geeinigt, über einen Doppelhaushalt für die Jahre 2027 und 2028 zu beraten und einen genehmigungsfähigen Vorschlag zu erstellen.


Monika Eiden

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