ANZEIGE – Aktuelles Thema für die Arbeitsmedizin: „Grippeschutzimpfungen rechnen sich deutlich“

by Redaktion
Ein strukturiertes Grippeschutzprogramm ist nicht nur kosteneffektiv und rentabel, sondern trägt auch zur Erhaltung der Produktivität der Belegschaft bei.Bildquelle © Viatris-Gruppe Deutschland

Von Di., 28. bis Mi., 29. April findet in Köln die 9. Nationale Impfkonferenz statt. Die Konferenz trägt das Motto „Booster für die Impfkampagne: Die Rolle der Kommunikation“. Es sind spannende Vorträge geplant, unter anderem zum Themenschwerpunkt: „Zielgruppenspezifische Ansprache beim Impfen über die gesamte Lebensspanne“.¹ Eine große Zielgruppe für das Thema Grippeschutzimpfung sind die Mitarbeitenden in Unternehmen. Bereits im vergangenen Jahr wies das Gesundheitsunternehmen Viatris auf die hohe Bedeutung von betrieblichen Grippeschutzimpfprogrammen hin. Die Viatris-Gruppe Deutschland nimmt an der 9. Nationalen Impfkonferenz teil.

Gesundheitsökonomisches Entscheidungsanalysemodell bestätigt wirtschaftliche Attraktivität von Grippeschutzimpfungen

Prof. Dr. York Zöllner, Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg, stellte im Rahmen des Betriebsärzte Kongresses VDBW im vergangenen Jahr die Ergebnisse seines gesundheitsökonomischen Entscheidungsanalysemodells vor. Dieses Modell simuliert die Krankheits- und Kostenfolgen eines im Unternehmen durchgeführten Grippeschutzimpfprogramms im Vergleich zur Nichtdurchführung eines Impfprogramms. Das Modell bewertet den finanziellen Nutzen geringerer Fehlzeiten und eines geringeren Produktivitätsausfalls während der Arbeitsaktivität. Die Ergebnisse verdeutlichen die signifikanten Kostenersparnisse von Grippeschutzimpfprogrammen für Arbeitgeber:innen.² Eine der wichtigsten Erkenntnisse für Zöllner ist, dass sich „betriebliche Grippeschutzimpfungen wirtschaftlich deutlich rechnen: Jeder investierte Euro bringt dem Unternehmen im Durchschnitt mehr als vier Euro zurück“.

Die Kosten einer Impfung seien im Vergleich zu den wirtschaftlichen Folgen einer Grippeerkrankung eher gering. „Man kann betriebliche Impfprogramme durchaus als eine sehr rentable Form der Gesundheitsprävention verstehen“, so Zöllner. Auch der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Volker Nürnberg, Hochschule Allensbach Konstanz, unter anderem Experte im Bereich Gesundheitsökonomie, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema betriebliche Grippeschutzimpfung. Er begrüßt die Ergebnisse seines Kollegen Zöllner und ist überzeugt, dass diese Unternehmen dazu motivieren sollten, sich dem Thema betriebliche Grippeschutzimpfung anzunehmen. „Man sieht, dass sich die Investition in Impfstoff und Personal in jeder Branche rechnet. Man muss auch die Folgen einer Grippeerkrankung eines Mitarbeitenden beachten“, so Nürnberg.

Grippeschutzimpfung kann Arbeitgeber:innenattraktivität erhöhen und attraktiv für Unternehmen sein

Ein weiterer Aspekt der betrieblichen Grippeschutzimpfung ist das Thema Arbeitgeber:innenattraktivität. „Viele Unternehmen arbeiten heute mit sehr schlanken Personaldecken, sodass krankheitsbedingte Ausfälle schnell zu erheblichen Belastungen für die verbleibende Belegschaft führen. Gleichzeitig signalisiert ein solches Angebot, dass das Unternehmen die Gesundheit seiner Mitarbeitenden ernst nimmt (s. Abb.) – ein Faktor, der auch die Mitarbeitendenbindung stärken kann“, betont Zöllner. Nürnberg ergänzt: „Gesundheitsbenefits werden immer wichtiger. Diese Benefits helfen den Firmen bei Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitenden. Die Impfung ist Teil einer positiven Unternehmenskultur“.

Laut Zöllner wird der organisatorische Aufwand von Unternehmen häufig überschätzt. Neben einem betriebsärztlichen Dienst könnten beispielsweise auch Impftermine über externe Ärzt:innen organisiert werden. „Je einfacher der Zugang zur Impfung, desto höher ist erfahrungsgemäß auch die Impfquote“, so der Wissenschaftler. Auch Nürnberg sieht es so, dass „die Impfung dort hinkommen muss, wo die Menschen sind“. Die Grippeschutzimpfung kann aus Sicht von Nürnberg eine Säule des Arbeitsschutzes und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements werden. Dazu sollten Impfanreize gesetzt werden, wie beispielsweise eine Preisauslobung oder die Essensausgabe bei der Impfung, gleichzeitig sollte den Mitarbeitenden aber verdeutlicht werden, dass sie auch ihr Umfeld mit einer Grippeschutzimpfung schützen.

Möglichst viele Mitarbeitende im Unternehmen erreichen

Beide Gesundheitsökonomen sind sich einig, dass es vor allem darum geht, den Arbeitsalltag zu stabilisieren, Infektionsketten im Unternehmen zu reduzieren und die Gesundheit der Belegschaft zu erhalten. Das Impfangebot muss niedrigschwellig sein, damit es viele in Anspruch nehmen. Nürnberg hat die Erfahrung gemacht, dass zahlreiche Menschen sich nicht impfen lassen, weil es aus ihrer Sicht zu viele Hürden gibt, wie schwierige Arztterminvereinbarungen, ein eng getakteter Alltag oder dass die Grippeschutzimpfung einfach keine hohe Priorität hat. Führungskräfte sollten aus seiner Sicht hier als Vorbilder fungieren und besonders vulnerable Gruppen wie über 60-Jährige oder Mitarbeitende mit häufigen Kund:innenkontakten zur Grippeschutzimpfung motivieren.


Mit freundlicher Unterstützung der Viatris-Gruppe Deutschland (Viatris Germany GmbH), Bad Homburg v. d. Höhe.

DE-VIA-2026-00004

¹ 9. Nationale Impfkonferenz, Köln: https://nationale-impfkonferenz.de/ (Zugriff: April 2026).
² Schwander B, Zöllner Y (2025). Ökonomische Bewertung der Grippeschutzimpfung am Arbeitsplatz in Deutschland. ASU Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin 2025; 60:483-93. Erhältlich unter: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/wissenschaft/eine-analyse-der-grippesaison-2024-2025-aus-betrieblicher-perspektive-oekonomische (Zugriff: April 2026).

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