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Bio-Trend hält an: Die Branche boomt, denn nachhaltiger Konsum liegt im Trend!

Bio-Trend hält an: Die Branche boomt, denn nachhaltiger Konsum liegt im Trend! - copyright: pixabay.com
Bio-Trend hält an: Die Branche boomt, denn nachhaltiger Konsum liegt im Trend!
copyright: pixabay.com

Die Bio-Branche in Deutschland boomt stärker denn je, denn nachhaltiger Konsum liegt voll im Trend. Gerade im Lebensmittelbereich ist das Interesse der Verbraucher groß. Kein Wunder also, dass im Messecenter Nürnberg bei der BIOFACH 2017 an allen vier Messetagen reger Betrieb herrschte. Die Fachbesucher reisten aus 134 Ländern an und begeisterten sich für das Angebot der 2.785 Aussteller.

Die Branche zog in Nürnberg erneut eine positive Bilanz: 2016 gaben die deutschen Haushalte rund 9,9 Prozent mehr Geld für Bio-Lebensmittel und -Getränke aus als im Vorjahr. Der Umsatz betrug 9,48 Milliarden Euro, so der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

Auf der BIOFACH 2017 lagen besonders die Themen Convenience, Superfoods, “Frei von”-Produkte und Regionalität im Trend. Immer mehr Kunden greifen außerdem zu Naturkosmetik. Der deutsche Naturkosmetikmarkt ist mit einem Marktanteil von 8,5 Prozent und einem Volumen von 1,15 Milliarden Euro der stärkste Markt in Europa, so die gemeinsame Erhebung von Naturkosmetik Konzepte, GfK, IRI, IMS Health und BioVista.

“pick-a-pea”: Bio-Pioniere aus Köln

"pick-a-pea": Bio-Pioniere aus Köln - copyright: pick-a-pea
“pick-a-pea”: Bio-Pioniere aus Köln
copyright: pick-a-pea

Auch viele Branchenvertreter aus Köln stellten vom 15. bis 18. Februar 2017 in Nürnberg ihre Produkte vor. “Die Messe lief ausgezeichnet für uns”, resümierte beispielsweise Kathrin Möntenich, Gründerin des Kölner Unternehmens pick-a-pea, das biovegane Suppen, Eintöpfe und Hausmacher-Salate produziert. Sie engagiert sich auch im Ausschuss des Neues Unternehmertum Rheinland e. V. (NUK) und berät hier junge Existenzgründer. 2008 war die ehemals leitende Angestellte verschiedener Handelsunternehmen in den Biolebensmittelbereich gewechselt und führte in der Kölner Lindenstraße eines der ersten deutschen Bio-Fastfood-Restaurants.

2014 verkaufte sie das Lokal und fokussierte sich fortan auf die Vermarktung ihrer frischen Bio-Convenience-Produkte. Um sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und Synergieeffekte zu nutzen, ist pick-a-pea seit drei Jahren Mitglied bei dasselbe in grün e. V., dem Verband der nachhaltigen Unternehmen, der 2009 in Köln gegründet wurde. Der Verband bietet beispielsweise zur BIOFACH die Gelegenheit, sich im Industrieloft von Mitglied Glore Fashion auszutauschen.

Gemeinsam für mehr Nachhaltigkeit

Sabine Lydia Müller ist Medienmensch und leidenschaftliche Netzwerkerin. Nachdem sie über zehn Jahre in der TV-Branche gearbeitet hatte, gründete sie 2005 die Kommunikationsagentur SYMBIOSE EINS*, die auf PR, Marketingberatung und Social Media für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen spezialisiert ist. Im Sommer 2009 entwickelte sich daraus auch dasselbe in grün e.V. - der Verband nachhaltiger Unternehmen, den die Kölnerin seither als Vorstandsvorsitzende leitet. - copyright: dasselbe in grün e.V.
Sabine Lydia Müller ist Medienmensch und leidenschaftliche Netzwerkerin. Nachdem sie über zehn Jahre in der TV-Branche gearbeitet hatte, gründete sie 2005 die Kommunikationsagentur SYMBIOSE EINS*, die auf PR, Marketingberatung und Social Media für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen spezialisiert ist. Im Sommer 2009 entwickelte sich daraus auch dasselbe in grün e.V. – der Verband nachhaltiger Unternehmen, den die Kölnerin seither als Vorstandsvorsitzende leitet.
copyright: www.fabian-stuertz.com / dasselbe in grün e.V.

Viele ambitionierte grüne Unternehmer fühlen sich noch immer als Einzelkämpfer und wünschen sich mehr Vernetzung untereinander. Diesen Trend hat die Kölnerin Sabine Lydia Müller bereits 2009 erkannt und zusammen mit einigen Gleichgesinnten dasselbe in grün e. V., den Verband der nachhaltigen Unternehmen in Deutschland, gegründet. Mittlerweile hat der Verband über 100 nachhaltige Mitglieder, die den unterschiedlichsten Branchen angehören: Dienstleistungen, Mode, Mobilität, Kosmetik, Gastronomie, Bildung und viele mehr.

Greenwashing ausgeschlossen

Die Aufnahmekriterien für eine Mitgliedschaft im Verband sind streng. Potenzielle Anwärter füllen eine Art “Nachhaltigkeits-Check” aus. “Dabei prüfen wir bestimmte Grundvoraussetzungen der Bewerber: Nutzen sie echten Ökostrom, ist das Konto bei einer ethischen Bank, werden CO2-Emissionen kompensiert?”, erklärt Sabine Lydia Müller. “Gerade das ist für viele Partner der ausschlaggebende Punkt, sich uns anzuschließen. Wir finden: Nur so funktioniert intrinsische Nachhaltigkeit.”

Botschafter in ganz Deutschland unterwegs

Der Verband ist sehr umtriebig und man trifft Organisatoren und Mitglieder auf den wichtigen Nachhaltigkeits-Events in ganz Deutschland. Auf Networking-Partys und Info-Events kann man die Mitglieder kennenlernen. Neben den persönlichen Treffen setzt der Vorstand auf die Kraft der Vernetzung im World Wide Web. Die Facebookseite beispielsweise hat mittlerweile rund 20.000 Follower.

Astrid Waligura

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