Zu Beginn des Jahres 2025 kamen auf 1.000 Einwohner und Einwohnerinnen 590 Personenkraftwagen. Im Vorjahr waren es, auf die gleiche Einwohnerzahl bezogen, noch 588 Pkw und im Jahr 2023 587 Autos. Damit ist die Pkw-Dichte in Deutschland erneut leicht gestiegen. Dieses Ergebnis teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Diese Zahlen beruhen auf Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) sowie auf Berechnungen für den Regionalatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.
590 zugelassene Pkw pro 1.000 Einwohner in NRW
Dabei gibt es große Unterschiede im regionalen Vergleich. Am höchsten war die Pkw-Dichte im Jahr 2025 in den westlichen Flächenländern. So gibt es im Saarland 646 (Vorjahr 643), in Rheinland-Pfalz 641 (638) und in Bayern 635 (635) Autos pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Nordrhein-Westfalen befindet sich dabei im Mittelfeld mit 590 zugelassenen Pkw (Vorjahr 586). Die niedrigste Pkw-Dichte in einem Flächenland weist Sachsen mit 542 (539) Pkw auf. Die niedrigste Dichte an Autos haben jedoch die Stadtstaaten. So kommen in Berlin 334 (340), in Bremen 427 (428) und in Hamburg 435 (439) Pkw auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Dies begründet sich unter anderem in den dort besonders dichten ÖPNV-Netzen. Aber nicht in allen Bundesländern ist die Pkw-Dichte gestiegen. So ist in allen drei Stadtstaaten ein Rückgang zu beobachten. Und auch in Hessen sank die Zahl der Pkw von 623 im Jahr 2024 auf 622 im Jahr 2025.
Zahl der Personenkraftwagen auf Höchststand
Insgesamt betrachtet, gibt es in Deutschland so viele Autos wie noch nie. Laut Kraftfahrtbundesamt waren zum Stichtag 1. Januar 2025 in Deutschland 49,3 Millionen Pkw zugelassen. Zum 1. Januar 2024 waren es noch 49,1 Millionen. Damit ist ein neuer Höchststand erreicht.
Dabei macht sich der Wandel hin zur Elektromobilität nur wenig bemerkbar. Denn zum Jahresbeginn 2025 waren lediglich 3,3 Prozent oder in Zahlen ausgedrückt 1,65 Millionen aller bereits zugelassenen Pkw reine Elektroautos. Trotzdem sind hier steigende Zulassungszahlen zu vermerken, denn zum Jahresbeginn 2024 waren es noch 2,9 Prozent. Auch wenn der Anteil der E-Autos nach wie vor gering ist, hat sich die Anzahl der Elektroautos in den letzten vier Jahren somit mehr als verfünffacht. Und betrachtet man die neu zugelassenen Personenkraftwagen, ist hier der Anteil der Elektroautos wesentlich höher. So wurden im ersten Halbjahr 2025 rund 250.000 reine E-Autos zugelassen. Prozentual gesehen sind das 17,7 Prozent aller Neuzulassungen. Das stellt einen neuen Rekord dar.
Private Haushalte produzieren rund eine Tonne CO2 pro Kopf
Der kontinuierliche Anstieg der Pkw-Dichte verursacht natürlich auch eine stetige Zunahme der CO2-Emissionen. Die umweltökonomischen Gesamtrechnungen belegen, dass im Jahr 2023 im Straßenverkehr insgesamt 154,7 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen wurden. 88,9 Tonnen davon verursachten private Haushalte. Pro Kopf sind das im Durchschnitt knapp 1,1 Tonnen CO2. Im Vergleich zum Jahr 2019 nahmen die CO2-Emissionen im Straßenverkehr jedoch um insgesamt 13,8 Prozent ab. Damals lag der CO2-Wert bei 176 Millionen Tonnen.
Die Berechnung der Pkw-Dichte in Deutschland wurde mithilfe von Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes zum 1. Januar des entsprechenden Berichtsjahres, hier 2025, erstellt. Diese wurden mit den Zahlen aus der Bevölkerungsfortschreibung, hier Stand Ende 2024, in Beziehung gesetzt.
(Monika Eiden)