Unter dem Motto „Weil dein Leben nicht recycelbar ist“ gibt die Ausstellung in der C-Passage des hiesigen Hauptbahnhofes spannende Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag. Zwischen dem 1. und 19. Oktober wird das Warten auf verspätete Züge Kultur- und Nachhaltigkeitsinteressierten versüßt.
Die AR-Ausstellung gibt einen interessanten Überblick über innovative Produkte, Dienstleistungen und Alltagshelfer, die einen positiven Beitrag zum Umweltschutz leisten, und informiert Reisende sowie Besucher und Besucherinnen mit interaktiven Elementen sowie praktischen Alltagstipps. Darüber hinaus wird es eine QR-Code-Rallye durch den Hauptbahnhof geben – die Teilnehmenden werden mit tollen Präsenten rund um das Thema Nachhaltigkeit belohnt.
„Green Up Your Life“ ist eine Wanderausstellung, die den Umweltthemen unserer Zeit gewidmet ist und eine Projektauswahl von Preisträgern und Preisträgerinnen und Nominierten des Bundespreises Ecodesign, Deutschlands höchster staatlicher Auszeichnung für ökologische Designs, präsentiert. Organisiert wird sie von der Marketinggesellschaft der bundesweiten Einkaufsbahnhöfe GmbH – der Verbund aller Mieter im Bahnhof.
Die Ausstellung zeigt aus verschiedenen Blickwinkeln Lösungen auf, wie jeder Einzelne mit geringem Aufwand einen nachhaltigen Lebensstil führen kann. Die Vernissage findet am 2. Oktober um 15 Uhr statt, der Eintritt ist kostenfrei.
Die folgenden acht innovativen Projekte der Nominierten und Preisträger und Preisträgerinnen vom Bundespreis Ecodesign werden in der Ausstellung vorgestellt:
- Satino PureSoft: Hygienepapier aus recyceltem Karton, welches als Handtuch-, Toiletten- oder Küchenpapier genutzt werden kann.
- Too Good To Go: In der App bieten Restaurants, Supermärkte, Bäckereien und Cafés übrig gebliebene Lebensmittel zu einem günstigeren Preis an.
- WormUp: Mithilfe des Wurmkomposters lassen sich Bioabfälle ganz einfach in der Wohnung, auf dem Balkon oder im Büro zu Humus umwandeln.
- COMPOSTELLA: Das „1-für-4-Papier“ ist eine nachhaltige Innovation für die Küche, die Plastik und Aluminium ersetzt.
- Repair Rebels: Die digitale Plattform bietet einen einfachen und schnellen Reparaturservice für Kleidungsstücke an, die teilweise sogar per Fahrradkurier abgeholt werden.
- Peak Pick: Die Versorgung mit erneuerbarer Energie ist abhängig vom Wetter sowie von der Tageszeit. Diese innovative App zeigt an, wann ausreichend grüner Strom verfügbar ist.
- MOOT – „Made Out Of Trash“: Aus Textilien, die entsorgt wurden, aber noch brauchbar sind, werden neue einzigartige Kleidungsstücke hergestellt – regional und fair produziert.
- VELOSPEEDER: Mit dem VELOSPEEDER wird das klassische Fahrrad zum E-Bike. Der ultraleichte Fahrradantrieb besteht aus zwei kleinen Elektromotoren, die bei einem herkömmlichen Fahrrad nachgerüstet werden können.
Zusätzlich zu den acht Projekten präsentiert das STADTMARKETING KÖLN in der Ausstellung drei eigene aktuelle nachhaltige Projekte: Neben innovativer Winterbeleuchtung und außergewöhnlichen Clean-up-Aktionen in der Innenstadt ist insbesondere die Beschattung der Hohe Straße ein spannendes nachhaltiges Projekt, das das Ambiente in Kölns beliebtester Shoppingstraße in den warmen Monaten des Jahres positiv verbessern wird. Vertikal angeordnete Beschattungstücher sorgen hier neuerdings für spürbare Kühleffekte an heißen Sommertagen. Anders als horizontale Sonnensegel im mediterranen Raum ermöglichen sie eine bessere Belüftung der Fußgängerzone, insbesondere bei zirkulationsarmer Hitze, und fördern die nächtliche Abkühlung enger Straßenkorridore. Über 40 Sensoren, an Straßenlaternen und Hausfassaden in verschiedenen Höhen angebracht, messen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind – sowohl innerhalb als auch außerhalb der verschatteten Bereiche. So lassen sich kleinräumige Temperaturunterschiede präzise erfassen. Möglich wurde die Verschattung der Hohe Straße durch die Aachener Grundvermögen, die das Projekt nicht nur finanziell, sondern auch mit viel KnowHow aus dem ESG Management unterstützt. Erste Auswertungen zeigen: Die Lufttemperatur sinkt um bis zu 5 °C, die gefühlte Temperatur sogar um bis zu 11 °C. Das Projekt wird von der Universität zu Köln begleitet. Die ersten Auswertungen zur Beschattung werden bei der Vernissage veröffentlicht.
(Jana Leckel)
