Koelnmesse: Wachstum, Premieren, neue Märkte

Über das starke Messejahr 2024 und die neue Zehnjahresstrategie

by Jana Leckel
Pressekonferenz der Kölnmesse im KölnSkyBildquelle Koelnmesse GmbH, Oliver Wachenfeld

Das Jubiläumsjahr der Koelnmesse schliesst mit 365,8 Millionen Euro Umsatz und 21,3 Mio. Gewinn ab. Mit der Unternehmensstrategie „level35“ werden die Weichen für Stabilität und Wachstum in unsicheren Märkten und geopolitischen Spannungsfeldern gestellt. Besonders erfreulich: Die Tochtergesellschaften im In- und Ausland leisten einen wesentlichen Beitrag zum positiven Gesamtergebnis.

Als gelungen kann man auch die Symbiose der Präsentation, in Anwesenheit der Oberbürgermeisterin Henriette Reker, auf dem 27. Stockwerk des KölnSky bezeichnen. Offenbar wollte man die einmalige Aussicht vom Turm des Köln-Sky auf die Stadt mit der Präsentation der guten Aussichten auf die nächsten Jahre verbinden. „Unsere Entwicklung zeigt: wer mutig investiert, innovativ bleibt und konsequent auf die Zukunft setzt, wird auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld belohnt“, so der CEO der Kölnmesse Gerald Böse. „Wir schaffen Mehrwert für unsere Partner, Ausstellenden und Besuchenden.“

Die Koelnmesse verzeichnet weltweit mehr als 2,1 Mio. Besucher aus 197 Ländern und 34.500 ausstellende Firmen. Zahlen, die sich so einfach lesen wenn man weiß, unter welchen Umständen diese Zahlen erwirtschaftet werden konnten. Geopolitische Verwerfungen wie noch nie, stark steigende Kosten und ein äußerst volatiles Umfeld machen das Messegeschäft zu einer besonderen Herausforderung.

Internationale Messehits

Die äußerst erfolgreichen Leitmessen Gamescom, Orgatec, ISM, Spoga+Gafa sowie DMEXCO zählen zu den internationalen Messehits. Zu den guten Perspektiven trägt auch die Verlängerung der Verträge mit internationalen Leitmessen bei, die langfristig verlängert werden konnten.

Darüber hinaus, so Oliver Frese, COO der Koelnmesse, „ist das Messegelände mit seiner excellenten Verkehrsanbindung und seiner einmaligen Innenstadtnähe im weltweiten Vergleich höchst attraktiv für über 2,5 Mio. Gäste, die im 2-jährigen Turnus aus 220 Ländern zu uns kommen.“ Ein weiterer Erfolgsfaktor ist das erst 2024 eröffnete Conference- und Exhibtions-Center CONFEX, das mit einem excellenten Buchungsstand bis 2030 überzeugt und auf das Köln beinahe überfällig lange gewartet hat.

Und auch zum Thema Nachhaltigkeit beansprucht die Koelnmesse eine Führungsrolle in der Branche: Ab 2030 will die Koelnmesse das gesamte Unternehmen und ihre Veranstaltungen in SCOPE 1 und 2 klimaneutral betreiben. Bleibt zu hoffen, dass die Weltwirtschaft sich auf einem stabilen Niveau weiter entwickelt.

Die Stadt profitiert vom Messeerfolg

Die Stadt Köln wird davon enorm profitieren, denn die Nähe der Messe zur Innenstadt schafft, was besonders wichtig ist, übers ganze Jahre verteilt weitere wirtschaftliche Gesamtimpulse wie wohl kaum ein anderer Wirtschaftszweig.

Aber Messen und Ausstellungen sind auch abhängig von weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das macht den Job nicht einfach. Das wissen die Verantwortlichen der Koelnmesse richtig einzuordnen. Schließlich geht es geht auch um 1.100 engagierte Mitarbeiter. Der Anspruch gilt weiterhin, nicht nur in den ungeraden Jahren zu den fünf erfolgreichsten Messen der Welt zu zählen.

Da ging Henriette Reker auch mit einem guten „Jeföhl“ aus ihrer wohl letzten Pressekonferenz für die Koelnmesse.

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