Mehr Wirtschaft, weniger Regulierung

Wie sieht die Zukunft des Wirtschaftsstandorts NRW aus?

by Diana Pohl
Bildquelle DIE FAMILIENUNTERNEHMER

Beim jährlichen Parlamentarischen Abend des Wirtschaftsverbandes DIE FAMILIENUNTERNEHMER/DIE JUNGEN UNTERNEHMER diskutierten Unternehmerinnen und Unternehmer mit Vizelandtagspräsident Christof Rasche, der Fraktionsvorsitzenden der Grünen Wibke Brems sowie zahlreichen weiteren Abgeordneten und Mitgliedern der Landesregierung über konjunkturelle und wirtschaftspolitische Fragen.

In ihren Reden machten die Landesvorsitzenden David Zülow von DIE FAMILIENUNTERNEHMER und Veit Ulbricht von DIE JUNGEN UNTERNEHMER deutlich: Nordrhein-Westfalen braucht mutige Reformen statt kleinteiliger Regulierung.

David Zülow betonte die zentrale Rolle der Familienunternehmen für die wirtschaftliche Stärke des Landes: „NRW ist das wirtschaftliche Herz Deutschlands – doch es schlägt nicht mehr so kraftvoll, wie es sollte. Hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie und schleppende Verwaltungsprozesse gefährden Investitionen und Innovationskraft. Es braucht eine echte Entbürokratisierungsoffensive, eine digitale Verwaltung als Partner der Wirtschaft sowie einen verlässlichen, ideologiefreien Energiepfad. Besonders unser Rheinisches Revier bietet eine historische Chance für neue industrielle Wertschöpfung – wenn die politischen Rahmenbedingungen stimmen.“

Veit Ulbricht richtete den Blick auf den bevorstehenden Strukturwandel im Rheinischen Revier und kritisierte die aktuelle Industriepolitik als zu dirigistisch: „Statt politisch gekürter Prestigeprojekte brauchen wir horizontale Industriepolitik – gute Rahmenbedingungen für die Breite der Wirtschaft.“ Planungs- und Genehmigungszeiten müssen halbiert werden. Es braucht mehr Pragmatismus und eine Verwaltung, die wirtschaftliches Wachstum ermöglicht.

Beide Vorsitzenden machten deutlich: Familienunternehmen sind bereit, zu investieren, auszubilden und zu wachsen – wenn die Politik die richtigen Weichen stellt. „Nordrhein-Westfalen braucht mehr Wirtschaft, nicht mehr Regulierung“, so Zülow. „Für zukunftsfähige Geschäftsmodelle und technologischen Fortschritt sorgen wir – jetzt zählen wir auf die Politik“, ergänzte Ulbricht. Der Abend endete mit einem Aufruf an die anwesenden Abgeordneten, gemeinsam mit der Wirtschaft mutig, verlässlich und unternehmerisch die Zukunft Nordrhein-Westfalens zu gestalten.

Mit dabei waren u. a. Christof Rasche, Vizepräsident des Landtages, Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Henning Höne, MdL, Vorsitzender der FDP-Fraktion, Wibke Brems, Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Lorenz Bahr, Staatssekretär im Ministerium für Kinder, Jugend und Familie, sowie Erasmus Eller, Eller + Eller Architekten, Sohn des Architekten Prof. Fritz Eller, der mit seinem Architekturbüro Eller, Moser, Walter + Partner 1979 den Wettbewerb zum Bau des NRW-Landtags gewann.

Jens Stevens, Mitglied im Vorstand Regionalkreis Metropolregion Köln-Bonn von Die Familienunternehmer, fasste den Abend so zusammen: „Der parlamentarische Abend in Düsseldorf ist jedes Jahr für mich als Unternehmer immer wieder eine gute Möglichkeit, mich direkt mit den Abgeordneten aus dem Wahlkreis auszutauschen und auch kritische Themen zu diskutieren. Das Gesprächsklima ist dabei immer offen und unkompliziert, was wir als Unternehmer außerordentlich begrüßen.“

(Jana Leckel)

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