Der Urlaub mit gutem Service, intakter Infrastruktur, nachhaltigen Unterkünften, hochwertiger Kultur, lokalem Essen und sauberen Stränden. Dazu passende digitale Informationen, eine unkomplizierte Anreise und günstige Preise.
Was sich für viele wie eine Selbstverständlichkeit anhört, erfordert unterschiedliche Aktivitäten bei vielen einzelnen touristischen Akteuren. Und wie gelingt es, dass sich touristische Zielgebiete strategisch auf die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse von Gästen so einstellen, dass diese begeistert nach Hause fahren und ihren Urlaubsort sogar weiterempfehlen? Wer steckt hinter den Planungen von Urlaubsdestinationen und wie können die unterschiedlichen Interessen der Akteure – zwischen Wertschöpfung und Erholung – unter einen Hut gebracht werden?
Genau damit beschäftigt sich das Kölner Beratungsunternehmen co:compass, die Compass Tourismus Partner eG. Seit 20 Jahren berät es Tourismusdestinationen bei ihrer Entwicklung, begleitet Planungsprozesse und die praktische Umsetzung.
co:compass wurde 2005 als COMPASS GmbH von Martina Leicher und Karsten Palme gegründet – damals als Spin-off der renommierten CBS International Business School in Köln und des Studiengangs „Tourismusmanagement“. Die COMPASS GmbH vereinte Lehre, Forschung und Beratung im Destinationsmanagement mit touristischer Marktforschung. Erste Anfragen kamen aus der näheren Umgebung: Mit Projekten im Mittelrheintal, der Eifel, dem Münsterland oder im Rhein-Erft-Kreis wurde der Grundstein gelegt. Nach den Anfangsjahren die Expansion: Kunden aus den Niederlanden, aus Belgien und aus dem gesamten Bundesgebiet kamen hinzu, schließlich folgten internationale Projekte in Ostafrika und Zentralasien.
Heute verlassen sich unterschiedlichste Regionen auf die Expertise aus Köln. Neben Städten im Ruhrgebiet, deutschen Naturparks, Urlaubsorten auf Rügen oder im Harz gehören auch Ministerien und Tourismusunternehmen aus Äthiopien, Kenia und Sambia zum Kundenkreis.
Ansprüche und Anforderungen der Destinationen wachsen stetig
Im Laufe der Zeit wuchsen die Anforderungen: „Vor 20 Jahren ging es den Destinationen darum, mehr Gäste zu gewinnen, einen höheren Umsatz zu erzielen und bekannter zu werden“, erläutert Karsten Palme, Partner von co:compass. „Heute bestehen deutlich komplexere Herausforderungen. Tourismusregionen müssen nachhaltig gemanagt werden, um zukunftsfähig zu sein. Steigende Preise erschweren das Geschäft. Und die Qualitätsansprüche der Gäste sind durch Reiseerfahrung und Bewertungsplattformen gestiegen.“
Damit ändert sich auch der Anspruch an die Beratung, was die Gründer 2021 bewog, aus der GmbH eine Genossenschaft zu machen. Martina Leicher, Partnerin von co:compass, erläutert dies so: „Die Organisationsform der Genossenschaft ermöglicht es uns, Spezialisten aus verschiedenen Fachgebieten zusammenzubringen, die nicht nur als unverbindliches Netzwerk zusammenarbeiten, sondern durch die Genossenschaft unternehmerisch miteinander verbunden sind. Auf diese Weise erlaubt uns eine 250 Jahre alte Rechtsform agiles Arbeiten nach modernsten Prinzipien.“
So reicht das co:compass-Netzwerk inzwischen weit über NRW und Deutschland hinaus in die Schweiz, nach Österreich und Italien. Eine Herausforderung bleibt: die intensive Zusammenarbeit und Kommunikation derjenigen, die eine Tourismusregion planen und Angebote entwickeln. Strategien und Konzepte entstehen vor Ort bei und mit den Kunden. In moderierten Runden tragen Hoteliers, Politiker, die Verwaltung, Naturschützer, Denkmalpfleger und viele weitere Akteure ihre Vorstellungen zum zukünftigen Tourismus ihrer Region bei und formulieren Maßnahmen und Umsetzungspläne.
Bildquellen
- Teambild: Christian Straub | Compass Tourismus Partner eG