IW-Wohnindex 3. Quartal

Mieten in Köln und Düsseldorf steigen deutlich

by Diana Pohl
Schlüsselbund

Der IW-Wohnindex untersucht die Entwicklung der Kauf- und Mietpreise für Wohnimmobilien in Deutschland. Der Kurzreport zeigt die Ergebnisse eines Preisindex, der die Objekte anhand ihrer Merkmale und des erzielten Marktwerts vergleicht, auf der Basis von mehreren Millionen Wohnimmobilieninseraten.

Im Fokus sind die allgemeinen Preisentwicklungen für den Kauf- und Mietmarkt sowie die größten deutschen Städte und regionale Auswertungen nach Regionstypen. Die Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass sich die Preisanstiege bei Wohneigentum im dritten Quartal 2025 überall fortsetzen würden.

Mieten in Großstädten

Im Jahresvergleich seien die Mieten laut dem IW-Index Q3 in fast allen Großstädten weiter angestiegen, besonders deutlich in Düsseldorf (+5,6 Prozent), Köln (+5,1 Prozent) und München (+5,3 Prozent). Auch in Leipzig (+4,7 Prozent), Hamburg (+4,4 Prozent) und Essen (+3,9 Prozent). In Dortmund, Frankfurt am Main und Stuttgart läge das Wachstum bei je ca. +3 Prozent. Die Ausnahme sei Berlin mit -0,2 Prozent auf Jahressicht. Seit über einem Jahr würden die Mietpreise dort stagnieren. Im Vergleich zum Vorquartal steigen die Mieten in vielen Städten weiter. Die höchsten Quartalszuwächse seien in Köln (+2,2 Prozent), Leipzig (+1,9 Prozent), Hamburg (+1,8 Prozent) und Düsseldorf (+1,3 Prozent) festzustellen. Auch München (+1,3 Prozent) und Dortmund (+1,0 Prozent) legten zu. Frankfurt am Main, Essen und Berlin stagnieren (je 0,0 Prozent), während Stuttgart mit -0,1 Prozent leicht zurückgeht.

Weitere Ergebnisse des IW-Wohnindex

Der Preisaufschwung im deutschen Wohnungsmarkt bleibe laut IW-Index Q3 konstant. Zum dritten Mal seien die Preise für Wohneigentum gegenüber dem Vorquartal gestiegen, letztendlich überall. Es gäbe recht starke Zuwächse bei Einfamilienhäusern in den Umlandgemeinden. Die Entscheidung für Wohneigentum käme daher, dass Neuvertragsmieten gestiegen seien und sich das Zinsniveau verstetige, zudem hätten Lohnanstiege Käufe möglich gemacht. Zu Neuvertragsmieten: Diese hätten besonders stark im Preis zugelegt, als ziemlich viele Haushalte in diesen Markt gekommen seien bzw. geblieben seien, die sonst typischerweise Wohneigentum kaufen würden.

Für die nächsten Quartale sei zu erwarten, dass sich diese beiden Märkte ausbalancieren würden. Der Markt stünde insgesamt jedoch weiter wegen Verknappung unter Spannung, wegen nicht fertiggestellter Immobilien. Die Analyse zu den Marktsegmenten zeige zudem: Auf dem internationalen Markt verlören besonders teure Objekte in einer Krise stark an Wert, doch die Topobjekte in den sieben deutschen Metropolen seien recht wertstabil. Gründe: Zum einen habe die Energieeffizienz aufgrund der ab 2022 besonders stark gestiegenen Energiepreise an Relevanz gewonnen, zum anderen hätte man sich nach 2022 auch wieder auf zentrale Lagen fokussiert. Zudem besagt der aktuelle IW-Index, dass der Markt für hochwertige Immobilien noch nicht gesättigt sei.

(Karoline Sielski)

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