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Unternehmensnachfolge: Alternativen, Planung und Umsetzung

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Die Unternehmensnachfolge sollte in fähige Hände gelegt werden, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. copyright: Envato / DragonImages
Die Unternehmensnachfolge sollte in fähige Hände gelegt werden, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
copyright: Envato / DragonImages

Laut dem Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW) rollt in den nächsten Jahren eine Welle von Unternehmensnachfolgen über den Mittelstand hinweg. Die Rede ist von über eine halbe Million Inhaber, die diesen Schritt bis zum Jahr 2022 planen. Besonders für Familienbetriebe ist dies ein bedeutender Schritt, der zumeist mit vielen Emotionen verbunden ist. Aber auch insgesamt ist die Entscheidung bei der Unternehmensnachfolge von großer Bedeutung und sollte sorgfältig überlegt und geplant sein, was unter anderem die rechtlichen Voraussetzungen, die Abwicklung, die Unternehmensbewertung und viele weitere Punkte betrifft.

Aktiv Nachfolger suchen und fördern

Wer zukünftig die Geschicke eines Familienbetriebes leiten soll, sollte man nicht dem Zufall überlassen. Daher ist es mehr als sinnvoll, so früh wie möglich einen Kandidaten ins Auge zu fassen und entsprechend vorzubereiten. Dazu gehören in erster Linie die Vermittlung fachlicher Kompetenz sowie Branchenkenntnisse. Zudem sind ein gewisser Unternehmergeist sowie entsprechendes Interesse des Kandidaten von großer Bedeutung. Wichtig ist auch eine gute Zusammenarbeit des aktuellen Inhabers mit seinem Nachfolger, damit die Übergabe unkompliziert erfolgen kann. Durch eine schrittweise Beteiligung des neuen Geschäftsführers bereitet man diese auf die Übergabe vor. Zudem kann sich dieser, z. b. durch die Übernahmen von Projekten, Führungsaufgaben und Mitspracherechten mehr und mehr ins Unternehmen einbringen und somit seine Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Je nachdem, an wen die Übergabe erfolgen soll, ein Familienmitglied, ein Angestellter aber auch externe Kandidaten, spielt hier allerdings auch die Rechtsform eine wichtige Rolle. Ist eine Übertragung durch eine schrittweise Beteiligung nicht möglich, muss gegebenenfalls eine Umwandlung in Betracht gezogen werden.

Der Verkauf

Der neue Geschäftsführer sollte unter anderem über fachliche Kompetenz sowie Branchenkenntnisse verfügen. copyright: Envato / nd3000
Der neue Geschäftsführer sollte unter anderem über fachliche Kompetenz sowie Branchenkenntnisse verfügen.
copyright: Envato / nd3000

Kommt eine Übertragung des Unternehmens an ein Familienmitglied oder einen Angestellten bzw. Mitarbeiter nicht infrage, ist der Verkauf eine Möglichkeit der Weitergabe. Diese radikalste Form der Übergabe ist unabhängig von der Größe der Firma eine komplexe Angelegenheit. Daher ist es dringend erforderlich, diesen Prozess gut vorzubereiten. Und dieser, soll er möglichst gewinnbringend über die Bühne gehen, kostet Zeit. Da sich solch ein Verkauf nicht so nebenher bewerkstelligen lässt, macht es zudem Sinn, sich Fachleute zu suchen, die einen bei der Aktion unterstützen. Von rechtlichen Voraussetzungen bis hin zur Käufersuche über die Unternehmensbewertung bis zur endgültigen Abwicklung des Verkaufsprozesses können Experten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und der Käufer ist dann letztlich dafür verantwortlich, wer die Firma zukünftig leiten soll.

Unternehmensnachfolge durch Verpachtung

Eine weitere Variante der Weitergabe, ist die Verpachtung. Will der Inhaber seine Firma nicht mehr selbst weiterführen, diese jedoch nicht verkaufen, kann die Verpachtung eine weitere Möglichkeit sein. Auf diese Art hat der Unternehmer weiterhin eine gewisse Kontrolle über seinen Betrieb, muss jedoch selbst nicht mehr tätig sein. Der neue Geschäftsführer übernimmt diesen gegen eine monatlich wiederkehrende Zahlung und führt ihn selbstständig weiter. Das heißt aber auch, dass die Firma nicht in seinen Besitz übergeht. Größere Veränderungen muss er mit dem Eigentümer besprechen bzw. kann er nur mit dessen Einwilligung vornehmen.

Unabhängig von der Form der Unternehmensnachfolge ist eine gründliche Vorbereitung erforderlich. Vor allem sollte man sich nach Möglichkeit Zeit lassen, um alle Alternativen ohne Druck genauestens zu prüfen. Und dringend angeraten ist, sich von Experten beraten und unterstützen zu lassen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Übertragung rechtens und für alle Seiten vorteilhaft verläuft.

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