Das vergangene Jahr war für die Stadtwerke Köln aufgrund der Schwankungen auf dem Energiemarkt, anhaltender geopolitischer Spannungen und Handelskonflikte, der verhaltenen konjunkturellen Entwicklung, des herausfordernden Marktumfeldes und des ansteigenden Fachkräftemangels besonders herausfordernd. Trotzdem haben die Stadtwerke nun eine positive Bilanz gezogen.
So konnte die Stadtwerke Köln GmbH für das Geschäftsjahr 2025 einen Jahresüberschuss von 79,2 Millionen Euro erreichen (Vorjahr 77,8 Millionen Euro) und übertraf damit das geplante Ergebnis von 50,7 Millionen Euro. Der gesamte Stadtwerke Köln Konzern erreichte einen Überschuss von 346 Millionen Euro für das Jahr 2025 (299,8 Millionen Euro) und Umsatzerlöse ohne Energiesteuer von rund 9,07 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum investierte der Konzern eine Summe von rund 813 Millionen Euro, hauptsächlich in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen. Bis 2035 sind insgesamt Investitionen bis zu zwölf Milliarden Euro geplant.
Bei einem Überblick über die Konzerngesellschaften zeigen sich, trotz schwieriger Voraussetzungen, insgesamt positive Ergebnisse.
GEW Köln AG erzielt guten Abschluss
Die GEW Köln AG (GEW) ist ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Köln GmbH mit 75,8 Prozent Anteilen an der RheinEnergie AG, 100 Prozent Anteilen an NetCologne GmbH und allen Anteilen an der Brunata/Metrona-Gruppe, Hürth. Außerdem hält sie 20 Prozent Anteile an der Stadtwerke Düsseldorf AG.
Im Geschäftsjahr 2025 konnte die GEW ein gutes Ergebnis in Höhe von 241 Millionen Euro vor Ergebnisabführung erzielen. So schüttete die RheinEnergie mit 185 Millionen Euro den größten Betrag an die GEW Köln aus. Die Brunata/Metrona trug mit einer Ausschüttung von 24,8 Millionen, NetCologne mit 20,3 Millionen sowie die Stadtwerke Düsseldorf mit 10,2 Millionen zum guten Ergebnis der GEW Köln bei.
RheinEnergie erneut mit gutem Ergebnis
Die RheinEnergie erreicht mit 275,6 Millionen Euro (vor Ertragsteuern) für das Geschäftsjahr 2025 erneut ein sehr gutes Ergebnis. Schwerpunkte der Investitionen mit rund 313,8 Millionen Euro im Geschäftsfeld Energie und Wasser waren erneut die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung und die Modernisierung zentraler Infrastrukturen. Zudem wurden unter anderem wichtige Grundlagen für eine Energieerzeugung ohne fossile Brennstoffe gelegt.
NetCologne investiert so viel wie nie
Auch NetCologne kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückblicken, denn das Unternehmen konnte seinen Umsatz leicht auf 347,2 Millionen Euro steigern. Gleichzeitig investierte das Unternehmen im vergangenen Jahr eine Summe von 92 Millionen Euro in den Netzausbau und die Versorgung in Glasfaser. So stieg die Zahl der an das Glasfasernetz angeschlossenen Haushalte und Geschäftseinheiten auf insgesamt 750.000. Zudem wurde das Glasfasernetz auf 33.000 Kilometer erweitert.
KVB mit leicht steigenden Fahrgastzahlen
Im vergangenen Jahr stiegen die Fahrgastzahlen mit 237,5 Millionen Menschen bei der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) gegenüber dem Vorjahr leicht an. Auch die Anzahl der Stammkunden, von denen 97 Prozent das Deutschlandticket nutzen, stieg leicht um sechs Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr legten die Verkehrserlöse um 9,6 Prozent zu und lagen zuletzt bei 267,9 Millionen Euro. Unterm Strich schloss die KVB das Geschäftsjahr 2025 mit einem Minus von 174,4 Millionen Euro. Erhöht hat die KVB im Geschäftsjahr 2025 ihre Investitionen, nämlich auf 195 Millionen Euro.
HGK-Gruppe mit leichter Umsatzsteigerung
Der Umsatz der HGK-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2025 um 2,7 Prozent auf 646,7 Millionen Euro, wobei die HGK AG ihren Umsatz leicht von 83 Millionen auf rund 84 Millionen Euro steigern konnte. Die Investitionen im Geschäftsfeld Hafenumschlag und Güterverkehr verringerten sich mit rund 77 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (79 Millionen Euro) leicht. Schwerpunkt dabei waren nach wie vor Infrastruktur- und Standortentwicklung.
AWB Köln GmbH mit erfolgreichem Geschäftsjahr
Die AWB konnte erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. So stieg der Gesamtumsatz auf 224,5 Millionen Euro, was eine Erhöhung um 14,6 Millionen Euro gegenüber 2024 bedeutete. Auch das Unternehmensergebnis vor Ergebnisabführung entwickelte sich äußerst positiv und lag mit 22,2 Millionen Euro deutlich über dem des Vorjahres (16,9 Millionen Euro). Auch die Investitionen stiegen mit knapp 66 Millionen Euro deutlich über den Vorjahreswert (rund 43 Millionen Euro). Investiert wurde vor allem in den Fuhrpark, in den Anlagenausbau mit Rostasche-Aufbereitung, in die Krananlagen in der Restmüllverbrennungsanlage sowie in die Kunststoffsortierung.
KölnBäder GmbH verzeichnet Besucherrekord im Eisbereich
Trotz teilweise eingeschränkten Betriebs aufgrund unerwarteter und teils längerfristiger Schließungen einzelner Bäder konnten die KölnBäder 2.399.068 Badegäste (Vorjahr: 2.498.183) begrüßen. Einen neuen Rekord konnten sie im Eisbereich vermelden. Hier wurde mit 254.783 Gästen ein neuer Rekord erzielt. Die Umsatzerlöse erreichten dabei mit 18,6 Millionen Euro fast Vorjahresniveau (Vorjahr 18,7 Millionen Euro). Das Unternehmensergebnis vor Erträgen aus Verlustübernahme lag mit einem Minus von 23,9 Millionen Euro um 0,1 Millionen Euro niedriger als geplant.
AVG Köln mbH behauptet sich
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH (AVG) dank der großen Bandbreite an abfallwirtschaftlichen Dienstleistungen einen Ertrag von 139 Millionen Euro erreichen. Der Jahresüberschuss mit 24,5 Millionen Euro verringerte sich leicht gegenüber dem Vorjahresergebnis (25,7 Millionen Euro).
moderne stadt GmbH mit positivem Ergebnis
Die Stadtentwicklungsgesellschaft moderne stadt erreichte im Jahr 2025 einen Jahresüberschuss von 426.000 Euro. Zum Ergebnis trugen maßgeblich verschiedene Leistungen aus den Projekten Deutzer Hafen Köln, Parkstadt Süd sowie Hausbewirtschaftungsergebnisse bei.
Monika Eiden
