Allergien behandeln

by Redaktion

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Kalthöfer

Therapieansätze kommen aus der Schulmedizin genauso wie aus der Naturheilkunde

Rund 25 Millionen Menschen in Deutschland gelten laut Robert Koch-Institut als Allergiker. Betroffene haben heutzutage diverse Optionen, ihre Beschwerden behandeln zu lassen. DIE WIRTSCHAFT hat exemplarisch mit zwei Vertretern verschiedener Fachrichtungen gesprochen. Sowohl die Schulmedizin als auch die Naturheilkunde bieten Erfolg versprechende Therapieansätze an.

Der schulmedizinische Ansatz

Dr. Jan Bosch ist Hals-Nasen-Ohrenarzt mit eigener Praxis in Köln-Rodenkirchen 

DIE WIRTSCHAFT: Wissenschaftliche Studien belegen, dass mittlerweile jeder zweite Mensch von einer Allergie betroffen ist. Können Sie das bestätigen?

Dr. Jan Bosch: Auf jeden Fall nehmen die Allergien zu, das bemerke ich auch in meiner Praxis. Köln ist da ein besonderer Fall, denn die Stadt liegt in einem Kessel; da stauen sich die Allergene. Ich beobachte, dass Patienten, die frisch nach Köln kommen, plötzlich Allergien entwickeln, die sie vorher nicht hatten. Es ist auch auffällig, wie früh im Jahr die Allergiebeschwerden beginnen. Denken Sie an diesen Januar. Da hatten wir frühlingshafte Temperaturen. Der klassische Pollenkalender müsste in meinen Augen zeitnah modifiziert werden.

DIE WIRTSCHAFT: Wie ist der schulmedizinische Ansatz bei Allergien?

Dr. Jan Bosch: Es erfolgt zunächst ein Screening mittels Pricktest. Hier wird eine Lösung mit verschiedenen verdächtigen Allergenen in zumutbarer Dosis auf Arme oder Rücken aufgebracht und die Haut mit einer feinen Nadel oberflächlich eingestochen. Wir Mediziner stellen dann – basierend auf dem Durchmesser der Reaktion – unsere Diagnose.

DIE WIRTSCHAFT: Wie aussagekräftig ist ein Pricktest?

Dr. Jan Bosch: Es kommt durchaus vor, dass der Pricktest negativ ausfällt, der nasale Provokationstest dagegen positiv. Beim Provokationstest wird die Allergen-Lösung direkt in ein Nasenloch und damit auf die Schleimhäute gegeben. Erfasst werden hier das Ausmaß an Symptomen, wie Niesreiz, Fließschnupfen und ein Anschwellen der Nasenschleimhaut.

DIE WIRTSCHAFT: Können auch über das Blut Allergien nachgewiesen werden?

Dr. Jan Bosch: Dieser Nachweis erfolgt über den Rast-Test, das steht für Radio-Allergo-Sorbent-Test. Durch Blutabnahme testen wir über 40 Allergene oder mehr.

DIE WIRTSCHAFT: Wenn Sie Klarheit haben, wie wird dann therapiert?

Dr. Jan Bosch: Bei der Hypo-Sensibilisierung wird das Allergen über drei bis fünf Jahre in zumutbaren Dosen über eine Spritze oder Tabletten bzw. Tropfen zugeführt. Die Erfolgsquote liegt bei einer 50- bis 80-prozentigen Verbesserung der Beschwerden. Bei manchen Patienten verschwinden die Allergiesymptome sogar ganz. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass die Beschwerden nach rund zehn Jahren wiederkommen.

DIE WIRTSCHAFT: Und wem das zu lange dauert?

Dr. Jan Bosch: Der kann mit Nasentropfen bzw. Allergietabletten akut die Symptome bekämpfen, aber das birgt die Gefahr, ein allergisches Asthma zu entwickeln. Zur Symptombehandlung gehört auch ein operativer Eingriff, wie die Lasertherapie, mit dem Ziel, die Nasenschwellkörper zu verkleinern. Ich empfehle immer, auch auf Ernährung und ausreichend Schlaf zu achten.

Mehr Infos unter www.hno-koeln.com

Der naturheilkundliche Ansatz

Andreas Olivari ist Heilpraktiker mit eigener Praxis im Belgischen Viertel in der Kölner City

DIE WIRTSCHAFT: Haben sich Allergien zur Volkskrankheit entwickelt?

Andreas Olivari: Studien zufolge geht man davon aus, dass heute jeder zweite Mensch eine Allergie hat. Ich glaube sogar, dass fast jeder Mensch mittlerweile allergisch reagiert. Meine Patienten haben fast alle eine allergische Begleiterkrankung. Der Klassiker sind Pollen. Man kann aber auch allergisch sein gegen Lebensmittel, Medikamente, Geruchsstoffe, Farbstoffe und so weiter. Die Range ist nahezu unbegrenzt. Auffällig ist, dass Kinder immer stärker und immer früher allergische Reaktionen zeigen. 

DIE WIRTSCHAFT: Wie ist der Behandlungsansatz in der Naturheilkunde?

Andreas Olivari: Ich mag Kombinationen aus homöopathischer Behandlung, die symptombezogen arbeiten, wo man direkt auf tränende Augen, Atemnot und Hautausschläge reagieren kann. Hier können zudem Kräuter aus der Traditionellen Chinesischen Medizin unterstützen. Auch die Orthomolekularbiologie bietet Antworten. In diesem Rahmen werden individuelle Mikronährstoff-Mischungen bereitet, die Vitamine, Spurenelemente, Aminosäuren, Fettsäuren, Enzyme und/oder natürliche Hormone beinhalten können. Das können Granulat, Kapseln, Cremes oder Infusionen sein. Die größten Erfolge habe ich mit der Bioresonanz-Therapie, weil sie die allergischen Frequenzmuster löscht und die Kommunikation im Körper wieder funktioniert.

DIE WIRTSCHAFT: Wie läuft die Bioresonanz ab?

Andreas Olivari: Der Patient kommt in ein elektromagnetisches Feld. Bei der Bioresonanz geht es immer darum, dass ein Allergen eindringt und die Zelle überschwänglich reagiert. Die Kommunikationsfunktion der Zelle ist beeinträchtigt und so geht man in der Schulmedizin davon aus, dass das biochemisch ist, was auf der einen Seite stimmt, weil es zu Stoffaustausch kommt. Auf der anderen Seite ist es energetisch, weil die Zellen auch über Licht kommunizieren und einen direkten Austausch haben. In diesem Bereich docken wir mit der Bioresonanz an. Wir geben dem Körper die Information, wie es ist, wenn er es wieder richtig macht. So können wir einen Ausgleich schaffen. Daher sprechen wir von einer Allergielöschung oder Aufhebung der Allergie. Ziel ist, den Körper aus dem gestörten Muster herauszubekommen. Das funktioniert über ein Bioresonanz-Gerät. Die Behandlung ist völlig schmerzfrei.

DIE WIRTSCHAFT: Wie sind die Erfolge?

Andreas Olivari: Ich wurde selbst schon vor zwanzig Jahren mit dieser Methode behandelt, weil ich hochallergisch war. Mittlerweile therapiere ich seit zwei Jahrzehnten Menschen mit Frequenzmedizin und konnte viele von ihren Allergien befreien. 

Mehr Infos unter www.andreasolivari.com

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