Es mag spannendere Anlässe geben als Bilanzpressekonferenzen. Aber wer hinter die Kulisse der nackten Zahlen blickt, kann erahnen, welche gigantische Leistung hinter diesen Zahlen steckt, welche die Bilanzpressekonferenz der Koelnmesse vorgestern aufzeigte. In der heutigen, extrem herausfordernden Zeit auf einer solchen Breite von hochkarätigen Veranstaltungen so viele Menschen in Messehallen zu bewegen, ist einer näheren Betrachtung wert. Schließlich gibt es immer noch vor und nach Corona, so dass insgesamt laut Bundesmessegesellschaft AUMA Messen und Ausstellungen auch im Jahre 2025 noch nicht zu früheren Zahlen führen kann.
Das gute Gesamtergebnis, das erstmals der neue OB Burmester sichtlich entspannt vortragen konnte, zeigt ja nicht nur ein betriebswirtschaftlich relevantes Top-Ergebnis.
Wirtschaftsmotor für die Region und starke Zahlen
Die weiteren Fakten sind nicht minder attraktiv: Die Messe Köln sichert alleine in Köln 14.000 Jobs, die Messe ist auch ein wichtiger Wirtschaftsmotor der Stadt. Laut Prognos-Institut steht die Messe Köln auch für wirtschaftliche Effekte im Bereich von ca. 2,64 Milliarden Euro in Gesamtdeutschland und davon etwa 1,3 Milliarden in Köln. In Köln profitieren davon nicht nur Hotellerie und Gastronomie, sondern viele weitere Dienstleistungsbereiche.
Das konkrete betriebswirtschaftliche Ergebnis lag in 2025 bei 455,5 Millionen und einem Konzerngewinn von 62 Millionen Euro. Getragen nicht nur durch die weltweiten Messen – Made in Cologne –, sondern durch die starken Kompetenzfelder in den Bereichen Gesundheit, Kunst und Kultur, Bildung und Familie, Möbel, Einrichten, Digital Media und Mobility, Haus, Garten, Freizeit, Ernährung und Ernährungstechnologie.
Internationale Strahlkraft und globale Kompetenz
Mit der Beteiligung auf der EXPO 2026 in Osaka hat die Koelnmesse ihre internationale Kompetenz unter Beweis gestellt, so Messechef Böse. Köln ist international einer von 10 Top-Messeveranstaltern und im internationalen Ranking ist Deutschland eine der stärksten Messenationen. Und auch hier landet Köln auf einem der vorderen Plätze.
Gleichwohl erwartet das Team um Messechef Böse in 2026 ein herausforderndes Jahr, was zum Teil der weltweiten aktuellen politischen Situation geschuldet ist, aber auch dem Veranstaltungsrhythmus diverser Messen.
CONFEX-Erfolg und optimistischer Blick in die Zukunft
Ebenso positiv fällt die Bilanz des neuen Konferenzzentrums CONFEX aus. Mehr als 40 Veranstaltungen konnte die Tochtergesellschaft Kölncongress bereits umsetzen. Und für 2027 steht ein weiteres Großereignis an, was bundesweite Relationen hat und sehr positive Auswirkungen für die Stadt Köln bewirken wird. Bis ins Jahr 2030 liegen zudem feste Buchungen vor.
Abschließend lässt sich feststellen, dass die Koelnmesse einer, wenn nicht der herausragende Botschafter der Stadt Köln ist und sich berechtigt als ein wichtiger Motor der Initiative Exzellent Köln bezeichnen kann.
Eugen Weis
