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So wichtig ist ein Immobilien-Wertgutachten

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Ein Immobilien-Wertgutachten gibt Auskunft darüber, welchen Marktpreis ein Objekt aktuell hat. copyright: Envato / haveseen
Ein Immobilien-Wertgutachten gibt Auskunft darüber, welchen Marktpreis ein Objekt aktuell hat.
copyright: Envato / haveseen

Wer eine Immobilie veräußern möchte, sei es ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung, will natürlich den bestmöglichen Preis erzielen. Dem steht das Interesse potenzieller Käufer gegenüber. Denn die wollen natürlich ein Schnäppchen machen und so günstig wie möglich ins neue Heim einziehen. Eine Einschätzung eines unabhängigen Sachverständigen gibt in diesem Falle per Immobilien-Wertgutachten Auskunft darüber, welchen Marktpreis ein Objekt aktuell hat.

Die Gründe, den Wert eines Hauses oder einer Wohnung recht exakt zu ermitteln, sind vielfältig. Der Verkauf wegen eines beruflich bedingten Ortswechsels, ein Scheidungs- oder auch Erbschaftsfall, im schlechtesten Fall eine Zwangsversteigerung: zu guter Letzt sorgt ein Immobilien-Wertgutachten, dafür, dass ein Verkäufer den momentanen Marktpreis erzielt. Auch interessant: Viele Eigentümer lassen über Internetportale, wie z.B. realbest  ihre Immobilie aus Neugier kostenlos beurteilen, denn die Preise haben sich in den vergangenen Monaten stark nach oben entwickelt – entsprechend groß ist das Interesse an der Marktlage.

Objektwert online ermitteln

Der Weg zur Ermittlung kann also unterschiedlich ausfallen. Eine schnelle und bequeme Lösung ist die Ermittlung aussagekräftiger Zahlen durch Online-Portale. Wer diese Einschätzung noch vertiefen möchte, kann einen Termin mit einem Experten vor Ort vereinbaren. Dieser begutachtet das Objekt und beurteilt es anhand der bereits vorliegenden Zahlen erneut.

Anders verhält es sich bei Angelegenheiten vor Gericht oder im Behördenalltag. Hier wird nur ein sogenanntes Vollgutachten akzeptiert. Dieses muss zwingend von einem anerkannten Sachverständigen angefertigt werden. Und damit kommen auch Kosten ins Spiel.

Immobilien-Wertgutachten setzt sich aus vielen Faktoren zusammen

Das Wertgutachten setzt sich aus vielen Faktoren zusammen. copyright: Envato / Pressmaster
Das Wertgutachten setzt sich aus vielen Faktoren zusammen.
copyright: Envato / Pressmaster

Eine solche Einschätzung kann schnell mal an die 30 Seiten Umfang haben und braucht ein paar Wochen Zeit bis zur Fertigstellung. Für das Immobilien-Wertgutachten kommt der Paragraf 194 des Baugesetzbuches zur Anwendung. Die Kosten hängen dabei von zahlreichen Faktoren ab. Die Größe eines Hauses bzw. einer Wohnung und deren Zustand spielen ebenso eine Rolle wie der Gebäudetyp oder die Lage. Nicht unerheblich ist auch, ob das Objekt vermietet ist oder leer steht.

Gerade die Lage einer Immobilie spielt eine wichtige Rolle bei der Ermittlung aussagekräftiger Zahlen. Am Beispiel Köln: Hier ist eine Eigentumswohnung in der Südstadt oder dem Agnesviertel vom Quadratmeterpreis deutlich höher angesiedelt als etwa in Rath-Heumar oder Chorweiler. Je weiter man sich vom Zentrum entfernt, umso günstiger werden die Preise. Allerdings: Viele Familien ziehen wieder raus aufs Land, weil das Leben in der City, eben auch durch stetig steigende Mieten, immer teurer wird. Die Folge: auch im Speckgürtel steigen die Preise auf ungekannte Höhen.

Lage des Objektes ist nicht zu unterschätzen

Die Güte einer Lage ergibt sich auch aus Faktoren wie Anbindung an den ÖPNV, der Nähe zu Kitas und Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeitangebote und auch die Lautstärke im Umfeld. Neben der eigentlichen Immobilie, ihrer Ausstattung sowie ihrem Alter sind also viele weitere Aspekte für den Preis ausschlaggebend. Insofern ist das Hinzuziehen eines Fachmanns zur korrekten Ermittlung eine gute Empfehlung, die bares Geld bedeutet.

Mit welchen Kosten muss man für solch ein Immobilien-Wertgutachten rechnen? Eine solche Einschätzung von einem von der Industrie- und Handelskammer öffentlich bestellten, vereidigten Sachverständigen kostet mehrere tausend Euro. Ein Rechenbeispiel: Für eine Immobilie im Wert von 300.000 Euro muss man Sachverständigenkosten von mindestens 4.000 Euro einrechnen. Also in etwa eine Summe von 1,5 Prozent der ermittelten Summe.

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