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Wie Unternehmen Bildung nachhaltig spenden können – ANZEIGE

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Athene, Göttin der Weisheit. Bronzeskulptur auf dem Rheinischen Campus an der Vogelsanger Straße in Köln-Ehrenfeld. copyright: Thomas Wardenbach
Athene, Göttin der Weisheit. Bronzeskulptur auf dem Rheinischen Campus an der Vogelsanger Straße in Köln-Ehrenfeld.
copyright: Thomas Wardenbach

Die Rheinische Stiftung für Bildung ist einer der traditionsreichen privaten Träger in Köln. Sie ist sowohl operativ über ihre Tochtergesellschaften als auch fördernd über eigene Projekte in der beruflich orientierten Bildung tätig. Im Rahmen ihrer Aktivitäten bringt die Stiftung mit dem Projekt “Binas – Bildung nachhaltig spenden” kleinere und mittlere Unternehmen mit gemeinnützigen Initiativen zusammen, um deren Finanzierungsgrundlage mit Unternehmensspenden dauerhaft zu sichern.

Viele Unternehmen zeigen heutzutage ein großes Interesse, vermehrt soziale Verantwortung zu übernehmen, und möchten sich im Sinne der “Corporate Social Responsibility” (CSR) engagieren. Die Suche nach einer passenden förderwürdigen Institution entwickelt sich oftmals zur berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Dazu kommt, dass kleinere Firmen oft keine Kapazitäten frei haben, um sich darum zu kümmern. Zudem wissen sie häufig nicht, wie sie eine entsprechende Institution überhaupt finden und dieser helfen könnten.

Binas, der Nachhaltigkeitsfonds der Rheinischen Stiftung für Bildung, hilft genau an dieser Stelle, und zwar so, dass keine zusätzlichen Kosten entstehen. Wie Fördernde und Vorhaben zusammengebracht werden können und wie durch einen dritten Beteiligten eine Win-win-win-Situation entsteht, das erklärt im folgenden Interview die Binas-Gründerin Vera Grimm.


Beim Begriff “Nachhaltigkeitsfonds” denken viele an Investmentfonds, die ethische, soziale und ökologische Kriterien erfüllen. Sie wollen jedoch “Bildung nachhaltig spenden”. Wer kann genau gefördert werden?

Vera Grimm: Wir fördern kleinere Bildungsinitiativen und -organisationen im Kölner Raum, die ihre Vorhaben in der Realisierung künftig durch systematisches Fundraising finanziell absichern möchten.

Binas hilft beim Aufbau von Fundraising-Strukturen

Wie gelingt deren dauerhafte, also nachhaltige Unterstützung?

Vera Grimm: Zum einen gewähren wir in einigen Fällen – wie andere klassische Förderstiftungen auch – eine kleine Anschubfinanzierung, um Ideen überhaupt in eine erste Umsetzungsphase zu bringen.

Zum anderen bieten wir den Organisationen bis zu einem Jahr gezielte Unterstützung an, um systematische Fundraising-Strukturen aufzubauen. Das beginnt mit dem Drehen und Veröffentlichen eines Pitch-Videos. Hierbei lernen die Akteure, ihre Anliegen und ihren Bedarf authentisch zu kommunizieren.

Des Weiteren stellen wir den Organisationen “unsere Studierenden” zur Seite. Diese übersetzen ihr an der Hochschule erworbenes theoretisches Wissen über Fundraising in ein passgenaues Praxiskonzept. Im Anschluss daran gibt es für maximal neun Monate die Möglichkeit, dass die Studierenden die Organisation bei der Umsetzung der ersten Konzeptschritte begleiten. So entsteht im Laufe der Zeit eine professionelle Fundraising-Struktur. Diese ermöglicht es den Organisationen in der Folge, gezielt finanzielle Hilfe zur Umsetzung ihrer Projekte selbstständig zu gewinnen. Nicht zuletzt können den Bürgern in Köln und Region wertvolle Bildungsprojekte auf längere Sicht zur Verfügung gestellt werden.

Wer kann Bildung spenden?

Vera Grimm: Wir freuen uns über jede engagierte Person, die bereit ist, Unterstützer für eins unserer Vorhaben zu sein – ob nun als Privatperson oder als Geschäftsführung eines Kölner Unternehmens.

40 Projekte erfolgreich und nachhaltig unterstützt

Vera Grimm, Vorstandsmitglied und Projektgründerin "Binas - Bildung nachhaltig spenden" copyright: Rheinische Stiftung für Bildung
Vera Grimm, Vorstandsmitglied und Projektgründerin “Binas – Bildung nachhaltig spenden”
copyright: Rheinische Stiftung für Bildung
Welche Projekte wurden schon erfolgreich gefördert?

Vera Grimm: Seit 2015 wurden bereits 40 Bildungprojekte in das Programm aufgenommen und auf verschiedenen Ebenen Erfolge erzielt.

Besonders stolz sind wir auf solche Erfolgsgeschichten, bei denen es gelungen ist, Mittel in solchem Umfang zu akquirieren, um eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter ausschließlich zum Zweck des Fundraisings für mehrere Jahre anstellen zu können. Dies war bei dem Handwerkerinnen Haus e. V. und Theater Impuls e. V. der Fall, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Natürlich sind es auch schöne Erfolge, wenn die Vereine nach unserer Hilfe bei unserer jährlichen Befragung selbstständig erreichte Fundraising-Erfolge vorweisen können. Manchmal sind es geringe Beträge um 1.000 Euro, oft aber auch größere, wie bei Building Future e. V. in Höhe von 37.000 Euro.

Auch werten wir es als positiven Effekt, wenn die Vereine nach ihrer aktiven Zusammenarbeit an den von uns kostenfrei angebotenen Fachtagen oder Netzwerktagen teilnehmen und in diesem Rahmen am weiteren Ausbau ihrer Kenntnisse zum Thema arbeiten.

Wie hoch muss der Spendenbetrag mindestens sein, um ein Vorhaben zu unterstützen?

Vera Grimm: Um einem Projekt für einen Monat einen Studierenden – also Fundraiser – an die Seite zu stellen, benötigen wir 590 Euro. Mit diesem Betrag decken wir die Ausgaben, die die Anstellung einer studentischen Hilfskraft im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses kostet. Darüber hinaus kann jeder Betrag helfen, der zweckgebunden an die Realisierung eines konkreten Projektes gehen soll. Natürlich wächst die Sicherheit, Pläne zu realisieren, mit der Höhe der Zuwendung.

Fördernde profitieren von positiver Berichterstattung

Woraus resultiert der Benefit für unterstützende Unternehmen?

Vera Grimm: Neben der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden sehen wir für helfende Firmen Vorteile auf verschiedenen inhaltlichen Ebenen im Zusammenwirken mit Binas. Wir beraten und helfen bei der Auswahl passender Vorhaben. Zudem stellen wir die zweckgebundene Verwendung der Spende sicher und leisten eine fachliche Betreuung. Außerdem achten wir auf eine transparente Berichterstattung und sorgen für eine angemessene Bekanntmachung des sozialen Engagements in der Öffentlichkeit. Die Nutzung der Binas-Serviceleistungen sind für Fördernde und Projektgeber kostenlos. Somit fließen 100 Prozent der Zuwendung in die Unterstützung der Bildungsorganisationen.

Das soziale Engagement, das Unternehmen leisten, wird nicht nur extern positiv wahrgenommen. Auch intern von Mitarbeitenden bemerkt, erhöht dies oftmals die Identifikation mit dem Unternehmen. Nicht zuletzt spielt gesellschaftliches Engagement eines Unternehmens auch bei der Gewinnung neuer Arbeitskräfte eine zunehmend wachsende Rolle.

Also könnte man sagen, es ergibt sich für alle Beteiligten eine Win-win-win-Situation?

Vera Grimm: In diesem in Deutschland bisher einzigartigen Konstrukt profitieren die unterstützten Vorhaben, weil sie sich gezielt auf eine dauerhafte Mittelbeschaffung vorbereiten und damit die Realisierung ihrer Pläne langfristig absichern können. Die Studierenden sammeln im Rahmen einer studentischen Aushilfstätigkeit erste fachbezogene Berufserfahrung und verbessern ihre Chancen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Und die Fördernden verwirklichen ihr soziales Engagement mit einem Konzept, das durch das Prinzip “Hilfe zur Selbsthilfe” ihre Zuwendung dauerhaft wirksam macht.

Das Interview führte Fachjournalist Thomas Wardenbach.


Rheinische Stiftung für Bildung

Die Rheinische Stiftung für Bildung wurde 2005 als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Köln eingetragen. Sie versteht sich sowohl als Trägerstiftung, die durch die operative Tätigkeit ihrer teils seit über 60 Jahren auf dem Bildungsmarkt tätigen Beteiligungsgesellschaften ihren Stiftungszweck realisiert, als auch als fördernde Stiftung, die es Dritten ermöglicht, erfolgversprechende Projekte und Initiativen in der Bildung umzusetzen.

Aktuell besuchen die folgenden Bildungseinrichtungen des “Verbund der Rheinischen” rund 8.500 Menschen mit dem Ziel, ein Studium, eine Erstausbildung, Weiterbildung, Qualifizierungs- oder Integrationsmaßnahmen erfolgreich abzuschließen und sich damit die allerbesten Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen und zu nutzen:

  • BTZ Berufliche Bildung Köln GmbH
  • GBW Berufsbildungswerk Köln gGmbH
  • Rheinische Akademie Köln gGmbH
  • RBZ Rheinisches Bildungszentrum Köln gGmbH
  • Rheinische Fachhochschule Köln gGmbH

Der fördernde Zweig der Stiftung vergibt darüber hinaus den “Rheinischen Bildungsplatz”, einen jährlich unter einem bestimmten Schwerpunktthema vergebenen Bildungspreis, der mit 5.000 Euro dotiert ist.

Weitere Infos finden Sie unter:
www.rheinische-stiftung.de

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